15.04.2018

Oberliga: Turbulente FSV-Woche endet mit 1:1

Punktgewinn gegen den VfB Speldorf

Frederic Lühr erzielte den verdienten Ausgleich für den FSV. Archivfoto

Nach einer turbulenten Woche beim FSV Vohwinkel, in der Marc Bach zunächst zum Saisonende seinen Posten zur Verfügung stellte und zwei Tage später seitens des Vereins mit sofortiger Wirkung freigestellt wurde, wurde die Negativserie von zehn Niederlagen in Serie am Sonntagnachmittag gestoppt.

In einem spannenden und an Torchancen reichen Oberligaspiel sicherten sich die Füchse in der Schlussphase ein verdientes 1:1 (0:1)-Remis gegen den Tabellenneunten VfB Speldorf. "Wir haben versucht, die Mannschaft auf das Sportliche zu fokussieren, nachdem die Dinge sich in der vergangenen Woche überschlagen haben", sagten die beiden neuen verantwortlichen Trainer Marvin Schneider und Sebastian Hendricks und fügten hinzu: "Wir ziehen den Hut vor dieser Mannschaft. Das war auch ein Punkt für die Moral."

Die Gäste hatten erwartungsgemäß ein deutliches Plus an Spielkultur und demonstrierten in einigen Situationen ihre Torgefährlichkeit, wie etwa nach einer Viertelstunde, als Maciej Szewczyk und Deniz Dominik Hotoglu Alexandrios Armen in Position gebracht hatten. Der scheiterte, wie einige seiner Mitspieler in der Folge, am ausgezeichnet reagierenden Asterios Karagiannis im Vohwinkler Tor. So auch vier Minuten später, als die Gäste mit einer Triplechance Karagiannis nicht überwinden konnten. Allerdings boten sich auch den Wuppertalern hochkarrätige Möglichkeiten: Shun Terada brachte jedoch das Leder in aussichtsreicher Position weder in der 29. Minute noch drei Minuten später und kurz vor der Pause, als er Toni Zupo mit einbezog, an Gäste-Keeper Kai Gröger vorbei. In der 43. Minute sollte sich der Chancenwucher, der auch im zweiten Abschnitt seine Fortsetzung fand, rächen: Patrick Dutschke ließ Dustin Kinkler mit einer Körpertäuschung aussteigen und flankte butterweich in den "Fünfer", wo Pierre Nowitzki mit dem Kopf die Führung besorgte. Shun Terada schaffte es auch kurz nach Wiederbeginn trotz glänzender Ausgangsposition nicht, das Leder im Tor zu versenken. Karagiannis hielt seine Mannschaft dank blitzartiger Reflexe in der 54. und 68. Minute weiter im Spiel. Zupo und Ryo Terada sowie die nach rund einer Stunde eingewechselten Freddy Lühr und Atsushi Kanahashi machten vor dem Gäste-Tor mobil und drängten nun auf den Ausgleich. Dann kehrte das Glück zurück in die Lüntenbeck: Als der bei den Gästen eingewechselte Andre Panz sich in der 87. Minute auf der linken Abwehrseite einen Ballverlust gegen Zupo leistete, marschierte der mit Tempo zur Grundlinie und passte auf den Elfmeterpunkt. Lühr nahm das Leder direkt - und der Ball zappelte im Netz. Bis zum Ende der Nachspielzeit wollten beide Teams den Sieg, doch es blieb beim gerechten Remis.

(von Peter Ryzek)

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