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17.02.2017

Yordi Teijsse hat wieder Spaß am Fußball

WSV-Neuzugang fühlt sich am Zoo wohl

Yordi Teijsse fügte sich zum Auftakt gleich gut ein beim WSV.

„Ich habe mich sehr gefreut, gleich ein Tor zu schießen – für mich und für die Fans“, sagt Yordi Teijsse mit strahlendem Lächeln. Seinen Einstand für den Wuppertaler SV hätte sich der vom schottischen Erstligisten Dundee FC zum WSV gekommene Niederländer kaum besser vorstellen können.

"Hier spielen wir mehr miteinander"

Er erzielte das 3:1 zum klaren 5:1-Sieg über Düsseldorfs U 23 bei. Und jetzt freut er sich auf den Samstag, wenn er im nächsten Heimspiel gegen den SV Rödinghausen (14 Uhr, Stadion Zoo) wieder den Sturmführer beim Regionalligisten geben darf.

Endlich wieder spielen, wieder Spaß am Fußball haben. Für den 24-Jährigen ist das ein Hochgefühl, nachdem ihm zuletzt beim Dundee FC nicht mehr die Gelegenheit dazu gegeben worden war. Sein letztes Meisterschaftsspiel für die Schotten liegt bis Oktober zurück. Dabei schien er den Riesensprung aus der viertklassigen niederländischen „Derde Devisie“ von den Quick Boys Katwijk in die raue schottische Profiliga schnell gemeistert zu haben. Drei Einsätze über 90 Minuten stehen in seiner Statistik. Einige haben ihm gesagt, dass er gegen Celtic und die Hearts of Midlothian der beste Spieler gewesen sei. „Nur ein Tor hat mir gefehlt“, erzählt der freundliche junge Mann, der privat so ganz anderes wirkt als auf dem Spielfeld. Dort kommt er mit lockigem, dunklen Schopf, kräftiger Figur und entschlossenem Blick wie ein Krieger daher. Die Vorfahren seiner Mutter stammen aus Surinam. Geboren wurde Yordi Teijsse in Amsterdam, von wo aus der mit Zwillingsbruder Kenny startete, die Fußballwelt zu erobern. Kenny spielt jetzt in den USA. Yordi sah die Anfrage aus Schottland als Belohnung für sich, nachdem er in der vergangenen Saison für die Quick Boys in jeden Spiel ein oder zweimal getroffen hatte.

Beim FC Dundee kam aber nach dem sportlichen Hoch die Ersatzbank, weil ihm plötzlich ein kanadischer Stürmer vorgezogen wurde. Er will seinen Zwei-Jahres-Vertrag aber nicht aussitzen – und so kam die Ausleihanfrage aus Wuppertal gerade recht. „Freunde aus der Regionalliga-Süd haben mir gesagt, dass Regionalliga schon sehr okay ist“, berichtet Teijsse noch in einem Mischmasch aus Englisch und Deutsch. Er fühle sich nun von Anfang an bestätigt. Die Mannschaft habe ihn wie eine Familie toll aufgenommen, die Fans seien klasse. Da ist die Umstellung gar nicht so groß, denn mehr als 4000, 5000 Zuschauer gibt es auch beim FC Dundee in normalen Spielen nicht.

Auf die hofft WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler, der das Leihgeschäft vorantrieb, am Samstag auch. Die größte Umstellung für Teijsse sei übrigens die oft langgespielten Bälle, denen er in Schottland allein hinterherhecheln musste. „Hier werde ich mit Flanken gefüttert, spielen wir miteinander. Das liegt mir.“ Nun sei es sein Ziel, mit dem WSV so viele Punkte wie möglich zu holen. Die nächsten am besten schon gegen Rödinghausen. „Der Anfang war gut, aber es geht bei mir noch besser“, sagt Teijsse, der bis zum Saisonende ausgeliehen ist.

WSV-News

Gegen Rödinghausen wird der zuletzt gesperrt Kapitän Gaetano Manno in die Startelf zurückkehren. Die Muskelverletzung, die er sich in der Endphase der Vorbereitung zugezogen habe, sei ausgeheilt, Manno fit.
Ob Neuzugang Jan Holldack spielen kann, ist noch nicht ganz sicher. Gegen Düsseldorf hatte er sich eine Fleischwunde am Knöchel zugezogen, bis Mittwoch noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen können.
Völlig auskuriert sei dagegen die Muskelzerrung von Andreas Ivan. Seine Auswechslung zur Halbzeit im Düsseldorf-Spiel sei lediglich eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. Von Meinungsverschiedenheiten können nicht die Rede sein.
Mit einem Sieg würde sich der WSV mindestens auf Platz fünf verbessern, da die Spiele von Oberhausen und Aachen abgesagt sind. Man bleibe aber demütig. Wichtig sei, sich weiter von der Abstiegszone fernzuhalten, so die Sportliche Leitung.

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