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03.08.2017

WSV: Gegen RWE Breite und Tiefe des Kaders nutzen

Am Sonntag steht in Essen der alte Westschlager an

Gino Windmüller kehrt am Sonntag an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Spiele gegen Rot-Weiss Essen sind für Anhänger des WSV seit jeher etwas ganz Besonderes. Und für das Ausscheiden aus dem Niederrheinpokal im Halbfinalegegen den „Erzrivalen“ im März dieses Jahres fordert der ein oder andere WSV-Fan eine Revanche. So martialisch sieht das der Trainer der Rot-Blauen freilich nicht. WSV-Chefcoach Stefan Vollmerhausen hat die Niederlage aus dem Frühjahr längst abgehakt und geht an die Regionalligapartie des zweiten Spieltages am Sonntag bei RWE (Anstoß 14 Uhr) mit der gebotenen Professionalität heran.

„Wir haben keine Zeit, uns mit Vergangenem zu beschäftigen. Das hilft uns nicht weiter und ist nicht produktiv“, erklärte Vollmerhausen. DasRemis gegen den Bonner SC sieht der Trainer nicht als Fehlstart, durchaus bewusst sei ihm aber, dass sich seine Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit nicht „mit Ruhm bekleckert“ habe. „Nun gilt es, das wieder gut zu machen“, gibt Vollmerhausen als Devise für Sonntag aus. Über personelle Veränderungen wollte sich der 44-Jährige zum gestrigen Zeitpunkt nicht äußern. Auf der Hand liegt, dass die Wahl von Gaetano Manno als Sturmspitze alles andere als glücklich war. „Grundsätzlich haben wir schon vor Beginn der Saison darauf hingewiesen, dass wir uns in der Breite und Tiefe verstärkt haben, so dass der Kader dann natürlich auch die Möglichkeit hergibt, auf Gegner zu reagieren“, sagte Vollmerhausen.

Die Terada-Brüder seien aber in der Offensive keine Option für die Startelf. „Es ist klar, dass Spieler, die aus der Landesliga kommen, Zeit brauchen“, so Vollmerhausen.

Derzeit kann der Trainer auf den kompletten Kader zurückgreifen. „Alle sind fit.“

Gerade erst von Essen an die Wupper gewechselt ist Gino Windmüller. „Für ihn ist Rot-Weiss Essen Vergangenheit und die Gegenwart der Wuppertaler SV. Das sieht Gino ganz professionell“, schätzt Vollmerhausen seinen Innenverteidiger als bodenständigen und geerdeten 28-Jährigen ein, der wisse mit der Situation umzugehen.

Der Sportvorstand des WSV glaubt an eine Zuschauerzahl im fünfstelligen Bereich. "Es werden ja auch wie immer viele Fans aus Wuppertal anreisen", sagt Manuel Bölstler. Auf den Hexenkessel des RWE-Stadions seien die Spieler gut vorbereitet. „Das ist für unsere Spieler nichts Ungewohntes. Sowohl die erfahreneren als auch die jüngeren Spieler wie Kevin Pytlik, Tristan Duschke und Niklas Heidemann haben das in der nahen Vergangenheit bereits erlebt. Die sind große Kulissen gewohnt, da machen wir uns keine Sorgen“, so Vollmerhausen.

Im Gegensatz zum Spiel gegen Bonn in der vergangenen Woche werde sein Team wohl weniger Ballbesitz haben. „Essen wird versuchen, das Spiel in die Hand zu nehmen. Aber da wollen wir selbst die Initiative ergreifen.“
Beide Mannschaften kennen sich aus den vergangenen Begegnungen recht gut, personelle Überraschungen gibt es für beide Trainer deshalb wohl keine.

(von Daniela Ullrich)

Polizei ist vorbereitet

Nicht nur Mannschaft und Fans sind auf das Derby an der Essener Hafenstraße bestens vorbereitet, auch die Polizei hat sich für das als Risikopartie eingestufte Spiel entsprechend aufgestellt. „Wir wissen um die Brisanz des Spiels zwischen den beiden Mannschaften“, sagte ein Essener Polizeisprecher auf WZ-Nachfrage und wies darauf hin, dass seine Kollegen und er nicht zwischen den beiden Fanlagern per se unterscheiden würden, gleichwohl aber zwischen friedlichen und gewaltbereiten Fans. Familien sollten sowohl bei der Anreise als auch bei der Platzwahl an der Hafenstraße entsprechende darauf achten. „Unser Ziel ist die Sicherheit dieses Spieles mit professioneller Neutralität zu gewährleisten“, heißt es in einem offenen Brief vom Polizeipräsidium Essen an dieWSV-Fans.

Auch auf die Sperrung der Zugstrecke sei man entsprechend vorbereitet und wisse, dass auch Busse für Sonderfahrten nach Essen gemietet worden seien. Die WSV-Fans, die mit dem Zug gemeinsam nach Essen reisen wollen, können sich am Sonntag um 11 Uhr in Oberbarmen treffen. Der Zug fährt um 11:39 Uhr von Gleis 4 ab. „Mit der Bahn anreisende Gäste werden vom Hauptbahnbahnhof Essen zum Stadion mit Bussen der Essener Verkehrsbetriebe gefahren. Für die Rückfahrt stehen den Gästen nach Spielende Busse zur Verfügung, die Sie vom Stadion zum Hauptbahnhof Essen fahren werden“, teilte die Polizei in dem Fanbrief weiter mit.

Wer am Sonntag mit dem Auto anreist, sollte im Navigationsgerät die Einmündung „Sulterkamp/ Lüschershofstraße“ eingeben.

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