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11.08.2017

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe“

Interview mit Meher Siala, neuer Trainer des ASV Mettmann

Meher Siala coacht den ASV Mettmann. (Foto: DJ)

Mettmann Für die Fußballer des ASV Mettmann beginnt die Landesliga-Saison morgen um 15 Uhr mit einem Heimspiel. Allerdings nicht auf dem gewohnten Kunstrasen der Anlage Auf dem Pfennig, die wegen Reparaturarbeiten noch gesperrt ist, sondern auf dem Sportplatz des Heinrich-Heine-Gymnasiums an der Hasselbeckstraße. Mit Meher Siala (30), früher Co-Trainer von Michael Kirschner, steht ein neuer Chefcoach an der Seitenlinie. Kirschner hingegen agiert nur noch als Sportlicher Leiter.

Wie lange haben Sie als Co-Trainer an der Seite von Michael Kirschner gearbeitet?

Meher?Siala: Ich wurde zunächst als Cheftrainer der zweiten Mannschaft zum ASV Mettmann geholt, habe aber nach drei Monaten den Posten als Co-Trainer für die erste Mannschaft übernommen und diese Tätigkeit unter Michael Kirschner zweieinhalb Jahre ausgeführt.

Das ist jetzt also Ihre erste richtige Verpflichtung als Chefcoach?

Siala: Das kann man so sagen. Als ich gefragt wurde, ob ich das mache, habe ich nicht lange überlegt, denn es war immer mein Wunsch, irgendwann mal die erste Mannschaft zu übernehmen.

Wasbedeutet die neue Aufgabe für Sie?

Siala: Sie ist sehr interessant und ich freue mich darauf. Zugleich bin ich den Verantwortlichen des ASV sehr?dankbar für das Vertrauen – wo bekommt das ein 30Jähriger schon??Es ist sicher ein gewagter Schritt, einen jungen Trainer für die Landesliga zu verpflichten, aber die Verantwortlichen kennen mich, und letztlich ist das keine Frage des Alters.

Sie bilden mit Dennis Rossow und Jan Stahl ein Trainerteam. Wie ist die Zusammenarbeit?

Siala: Es war damals noch nicht klar, ob Dennis als Spieler weitermacht. Ich wollte ihn aber unbedingt an meiner Seite haben. Er ist fachlich und auch vom Typ her gut und ich brauche einen starken Rückhalt im Trainerteam. Die Idee mit Jan Stahl kam von Dennis. Ich finde, dass es gut passt. Die Aufgaben sind gut verteilt.

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung?

Siala: Zumindest die ersten drei Wochen lief die Vorbereitung optimal. Dann sind uns mit Henning Kawohl, Martin Müller, Thomas Cyrys und Vincenzo Lorefice vier wichtige Spieler verletzt weggebrochen. Wann sie zurückkommen, steht noch nicht fest. Phil Eilenberger fehlt ja noch von der letzten Saison. Danach stimmten auch die Ergebnisse nicht. Man kann mal verlieren, aber ich verliere sehr ungern.

Wie groß ist der Umbruch?

Siala: Es war schon in der Rückrunde klar, dass wir den Kader verjüngen müssen. Neun Leute sind geblieben, 14 Neue gekommen. Ich finde es schöner, mit einer jungen Mannschaft zu arbeiten. Wir haben mit Markus Bryks, Daniel Rehag und Henning Kawohl aber auch drei Spieler, die ihre Erfahrung einbringen.

Ist der Umbruch gelungen?

Siala: Gerade die Akteure, die wir aus den unteren Klassen geholt haben, haben einen großen Sprung nach vorne gemacht. Sie wollen sich zeigen und vertreten die verletzten Spieler gut. So ein Umbruch braucht aber seine Zeit, das war uns allen klar. Wenn die Saison anfängt, müssen aber auch die Ergebnisse stimmen.

Wie schwer wird der Auftakt gegen Oberliga-Absteiger SC Kapellen-Erft?

Siala: Wenn man sieht, was Kapellen für Neuzugänge geholt hat und wie die Ergebnisse in den Testspielen waren, muss man sagen: Die Mannschaft ist gut vorbereitet. Immerhin hat sie im Pokal den 1. FC Bocholt, der in die Regionalliga aufsteigen will, mit 3:2 besiegt. Es wird also nicht einfach. Kapellen-Erft ist der Favorit, aber wir wollen auf jeden Fall etwas hier behalten.

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