06.12.2017

Oberliga: Füchse verdienen sich Punkt in Velbert

Vohwinkeler spielen 1:1 bei der SSVg

Shun Terada traf zur FSV-Führung in Velbert. Archivfoto: Otto Krschak

Im Lager des Oberligisten FSV Vohwinkel war man sich nach Abpfiff schnell einig: Das 1:1-Remis im Nachholspiel am Mittwochabend bei der spielstarken SSVg Velbert war ohne Wenn und Aber ein gewonnener Punkt.

Das Remis dürfte neues Selbstvertrauen und Auftrieb vor dem Derby am kommenden Sonntag beim Cronenberger SC geben. Ob dieses über die Bühne geht, scheint zum aktuellen Zeitpunkt aber zumindest fraglich, denn für das Wochenende ist neuer Schneefall angesagt.

Auf dem Velberter Kunstrasenplatz am Berg gab Pascal Peinecke im Tor des FSV sein Debüt, weil Stammkeeper Asterios Karagiannis beruflich verhindert war. Er machte seine Sache gut und entschärfte die eine oder andere Velberter Chance. Die spielstarken Gastgeber machten von Anfang an Dampf, in Führung gingen aber die Füchse, weil Martin Lyttek den durchgestarteten Shun Terada clever bediente, der eiskalt einnetzte (14.) Das schockte die ambitionierten Velberter, die bislang den eigenen Ansprüchen hinterherlaufen, nicht. Feines Kurzpassspiel und aggressives Pressing machten es dem FSV schwer, zu einem geordneten Aufbauspiel zu kommen. Einzig Ryo Terada und Dominik Heinen mit schönen Distanzversuchen konnten einmal für etwas Entlastung sorgen. Insbesondere die agilen Julian Kray und Oguzhan Coruk sorgten immer wieder für Gefahr im FSV-Strafraum. Nach Vorarbeit von Kray, der selber zweimal an Pascal Peinicke scheiterte, hätte Aliosman Aydin schon das 1:1 (29.) erzielen müssen, den zu diesem Zeitpunkt überfälligen Ausgleich besorgte dann Michael Smykacz zehn Minuten vor der Pause.

"Wir haben es insgesamt in der ersten Hälfte nicht so gut verteidigt, waren gerade über die Außenpositionen zu offen", monierte FSV-Trainer Marc Bach. Diese Probleme schienen Bach und sein Trainerteam in der Halbzeitpause ihrer Mannschaft gut vermittelt zu haben, denn nach Wiederanpfiff war vom großen Velberter Druck nicht mehr viel zu sehen. Das lag hauptsächlich an den Füchsen selbst, die nun konsequenter und kompakter verteidigten und dank schwindender Velberter Kräfte nun auch wieder auf manche Kontergelegenheit lauerten. Ein zweiter Treffer wäre an diesem Abend dennoch zu viel des Guten gewesen, auch wenn Ryo Terada in der Schlussminute mit einem schönen Freistoß fast den Siegtreffer erzielt hätte. Zufriedene Vohwinkeler Gesichter überwogen, weil sich der Klub auch auswärts endlich einmal wieder für einen soliden Auftritt belohnte. "Diesen Punkt haben wir uns aufgrund der zweiten Hälfte redlich verdient", meinte Bach und blickte schon dem Derby am Sonntag entgegen: "Wir bereiten uns intensiv auf das Spiel beim CSC vor und gehen erst einmal davon aus, dass es stattfindet. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, weil wir die Möglichkeit haben, unseren Vorsprung zu verteidigen oder sogar auszubauen."

(von Marc Posthaus)

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