10.03.2018

Auftakt nach Maß für den WSV

1:0-Sieg in Rödinghausen

Gino Windmüller erzielte gegen den SV Rödinghausen den Siegtreffer. (Foto: Noah Wedel)

Verdient hat Regionalligist Wuppertaler SV sein erstes Pflichtspiel im laufenden Jahr gewonnen. Mit 1:0 (0:0) setzte sich der WSV beim SV Rödinghausen mit einem Tor von Gino Windmüller nach Ecke von Daniel Grebe (73.) durch.

"Aufgrund der Anzahl der Torchancen ist unser Sieg nicht unverdient. Mit dem Ausgang bin ich sehr zufrieden", sagte Christian Britscho in der Pressekonferenz nach seiner ersten Meisterschaftspartie als Trainer der ersten Mannschaft des WSV.
Einziger Wehrmutstropfen: Abwehrchef Peter Schmetz musste bereits nach einer knappen Viertelstunde ausgewechselt werden - mit Verdacht auf Mittelfußbruch. Für ihn wurde Winterzugang Michael Blum eingewechselt. Von den Winterneuzugängen gehörte als einziger Innenverteidiger Tjorben Uphoff zur Startformation, der mit Silvio Pagano, Niklas Heidemann und - nach der Auswechslung von Schmetz - Blum die Viererkette beim WSV stellte.

Zunächst hatten beide Teams große Mühe, ins Spiel zu finden. Torchancen sahen die 985 Zuschauer im Häcker-Wiehenstadion erst kurz vor der Pause. Da scheiterte erst WSV-Kapitän Gaetano Manno an Keeper Niclas Heimann (41.). Nach der folgenden Ecke ging der Kopfball von Stürmer Christopher Kramer an die Latte.

In die zweite Hälfte startete der WSV druckvoll, agierte aber übermotiviert. So verunglückte Blum in der 58. Minute ein Pass auf Höhe des eigenen Strafraums. Der Fehler des Innenverteifgers blieb aber ungestraft: Rödinghausens Steffens verzog aus spitzem Winkel.

Mit Kelvin Lunga wechselten die Gastgeber einen neuen Offensivspieler ein (60.). Auch der WSV verstärkte seine Bemühungen in Sachen Torabschluss. Für Dennis Dowidat kam Enes Topal (66.). Und tatsächlich folgten diesen Wechseln Tochancen auf beiden Seiten. Zunächst scheiterte Kramer an Torhüter Heimann und konnte später einen Fehler von ihm nicht nutzen, dann fing Joshua Mroß eine scharfe Flanke von Lunga auf den kurz zuvor eingewechselten Langemann ab.

Eine Standardsituation benötigte der WSV zum Treffer des Tages. Einen Eckball von Daniel Grebe drückte Gino Windmüller per Kopf zum 1:0 über die Linie (73.). Rödinghausens Keeper Heimann sah dabei schlecht aus. Von der Führung scheinbar unbeeindruckt, drängte Rödinghausen nun auf den Ausgleich, scheiterte aber ein ums andere Mal am glänzend aufgelegtenWSV-Keeper Joshua Mroß. In der 83. Minute verzog Langemann aus aussichtsreicher Position. Gelb holte sich kurz vor Schluss noch Michael Blum nach taktischem Foul ab. Kurz zuvor hatte Semit Saric Enzo Wirtz ersetzt. In der Nachspielzeit hätte Kramer nach Flanke von Topal noch das 2:0 erzielen können, bekam den Ball aber nicht schnell genug unter Kontrolle. 

Statistik

SV Rödinghausen: Heimann, Kalkan, Velagic, Kunze, Steffen (69. Langemann), März, Firmino Dantas (77. Burke), Schlottke (60. Lunga), Traore, Harder, Kunze.
Wuppertaler SV: Mroß; Pagano, Uphoff, Schmetz (12. Blum), Heidemann, Windmüller, Grebe, Dowidat (66. Topal), Wirtz (84. Saric), Kramer, Manno.
Tore: 0:1 Windmüller (74.)
Schiedsrichter: Martin Ulankiewicz, assistiert von Torsten Schwerdtfeger und Bastian Lang.
Zuschauer: 985.
Gelbe Karten: Lunga - Blum

Die nächsten WSV-Spiele

Am Freitag wartet mit Viktoria Köln der Ligaprimus auf den WSV. Zudem sind weitere Nachholspiele terminiert, das Spiel am Osterwochenende gegen Rot-Weiß Oberhausen ist vom 30. März auf Ostermontag (2. April) gelegt worden, die Partie gegen Fortuna Düsseldorfs U23 wird statt am Samstag, am Sonntag, 15. April ausgetragen - Anstoß ist jeweils um 14 Uhr.

Gegen die Reserve des BVB ist am 21. April statt 14 Uhr erst um 16 Uhr Anpfiff. Wattenscheid ist Mittwoch, 18. April, im Stadion am Zoo zu Gast. Das Spiel beim SC Verl wird am Mittwoch, 25. April, nachgeholt. Anstoß ist jeweils um 19 Uhr.

Stimmen zum Spiel

Tjorben Uphoff: „Ich denke, so kann man starten (auf die Frage nach seinem Debüt). Wir haben uns anfangs etwas schwer getan, sind dann aber grade vor der Halbzeit richtig gut dabei gewesen. In der zweiten Halbzeit war es ein Geduldsspiel. Wir haben es aber auch da gut gemacht, auf unsere Chance gewartet und dann waren wir da. Peter wünsche ich nur das Beste, ich hoffe einfach, dass es nicht so schlimm ist. Micha hat es dann nach seiner Einwechselung auch gut gemacht. Von Zweikampf zu Zweikampf passte die Abstimmung dann immer besser. Und wenn man jemanden wie Gino noch davor hat, ist es natürlich umso besser.“

Gino Windmüller: „Wir hätten gerne noch etwas besser gespielt und noch mehr von dem umgesetzt, was der Trainer sehen wollte. Es war aber ein typisches erstes Spiel, wir haben Ewigkeiten nicht mehr auf dem Platz gestanden. Wir hatten schon in der ersten Hälfte zwei gute Möglichkeiten. In der zweiten Hälfte halte ich zum Glück meine Birne hin und dann ist das Ding drin. Es war nicht so, dass wir uns jetzt nach vorne durch kombiniert haben. Das wollen wir noch besser machen. Ansonsten sind Standards immer unsere Waffe. Wir hatten dann auch die Ruhe und wussten, dass dieses eine Ding uns reichen kann. Die nächsten Wochen werden natürlich anstrengend, es steht und harte Arbeit bevor."

(von Marc Posthaus)

Das Video zum Spiel

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