17.12.2017

Bezirksliga: Linde zeigt Charakter, Ungewissheit beim ASV

Tracogna-Team unterliegt 3:4 in Frohnhausen

Linde-Trainer Carsten Tracogna war trotz der 3:4-Niederlage nicht unzufrieden mit seinem Team. Archivfoto

Grün-Weiß verliert auch das Kellerderby gegen Rade.

VfB Frohnhausen – SV Jägerhaus-Linde 4:3 (2:2)

Obwohl die Wuppertaler ohne sechs Spieler nach Essen reisen mussten, hielten sie, wie schon im Hinspiel, das man sogar mit 7:5 gewann, gegen den Aufstiegskandidaten mit, verloren aber durch ein spätes Gegentor unglücklich. Das Spiel begann aus Linde-Sicht gut, Luca Lenz brachte sein Team nach einer Viertelstunde in Führung. Aber Frohnhausen antwortete mit zwei Treffern innerhalb von vier Minuten und ging nach einer knappen halben Stunde mit 2:1 in Führung. Leon Richarz sorgte kurz vor dem Halbzeitpfiff für den Ausgleich der Wuppertaler und als ein Frohnhausener Spieler den Ball nach 66 Minuten ins eigene Tor bugsierte, sah es so aus, als könnte Linde den VfB erneut überraschen. Doch nur sechs Minuten später glichen die Essener aus, weitere sechs Minuten später sah Linde-Offensivspieler Pascal Hömberg die rote Karte. Er war weggerutscht und traf seinen Gegenspieler von hinten – eine harte Entscheidung in einem hektischen Spiel, bei den Gastgebern sahen acht Spieler die gelbe Karte. Zwei Minuten vor dem Abpfiff verloren die Wuppertaler den Ball in der Vorwärtsbewegung, was der VfB per Konter zum 4:3-Siegtreffer nutzte. Linde-Trainer Carsten Tracogna zog trotz der Niederlage ein positives Fazit. „Die Mannschaft hat bis zum Umfallen gearbeitet, diese Niederlage haben sie nicht verdient. Schließlich konnten wir in den vergangenen zwei Wochen nicht einmal draußen trainieren. Die Jungs haben Charakter gezeigt.“

(von Lars Haß)

Grün-Weiß Wuppertal - SC 08 Radevormwald 0:4 (0:0)

Wie so oft in dieser Hinrunde schöpfte die Elf des Tabellenletzten Grün-Weiß Wuppertal nach einer ordentlichen Vorstellung im ersten Abschnitt auch im Kellerduell gegen den Drittletzten Hoffnung auf einen Sieg. Doch am Ende setzten sich die Gäste aus Radevormwald mit 4:0 (0:0) durch. Es begann unglücklich für die Oberbarmer, die bereits nach 14 Minuten Gzim Shabanaj verloren, der nach einem zuvor nicht geahndeten Ellenbogencheck wegen eines Revanchefouls Rot sah. Dennoch waren die Wuppertaler in der Folgezeit das spielbestimmende Team, erspielten sich Chancen, etwa durch Jean Louis Tavarez, Liwaa Adnan Mohammed oder Antonio Sardelli und hätten zur Pause führen müssen. Zu Beginn der zweiten Hälfte verzichtete GW-Coach Krzystof Benedyk auf den bereits verwarnten Tavarez, doch die Gastgeber verbuchten weitere gute Chancen durch Mohammed (60., 68.). Ein unglückliches Eigentor von Keeper Michael Blume (66.) brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Sie schlugen dann zwischen der 74. und 81. Minute noch dreimal zu.

ASV will weiter oben mitspielen – aber wie?

„Wir wollen in der Bezirksliga weiter oben mitspielen.“ Das ist die Botschaft, die ASV-Präsident Michael Lutz am vergangenen Freitag den Spielern von Bezirksligist ASV Wuppertal verkündete. Nach dem Rücktritt des Sportlichen Leiters Andreas Krüger, der aber weiter organisatorische Hilfe geben würde, wollen Guido Leicht und Jugendleiter Önder Dogan nun Führungsaufgaben übernehmen. „Wir halten uns an die Verabredungen von vor der Saison“, so Lutz. Für Trainer Ünsal Bayzit, dem vor der Saison ein personell starkes Team auf den Rasen gestellt worden war, sind aber längst nicht alle Fragen geklärt. Weil in den vergangenen Wochen nicht mit ihnen gesprochen worden sei, seien viele Spieler auf dem Absprung. „Aktuell habe ich noch zehn Feldspieler und zwei Torhüter auf dem Zettel.“

(von Günter Hiege)

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