12.10.2017

Bezirksliga: Ronsdorf holt im irren Derby den Dreier

3:1-Erfolg beim ASV Wuppertal

Der TSV Ronsdorf (hier im Spiel gegen Essen) zeigte gegen den ASV Teamgeist und holte den Dreier am Gelben Sprung. Archivfoto

Dieses Derby zwischen dem ASV und dem TSV Ronsdorf dürfte noch lange in Erinnerung bleiben.

In der ersten torlosen Hälfte war es ein Spiel zweier guter Mannschaften auf Augenhöhe. Der ASV hatte mehr Spielanteile, die Ronsdorfer die besseren Chancen. Doch kurz vor der Pause wurde es hektisch. Nach einem Foul an Issa Issa sprangen die ASV-Spieler auf und forderten die rote Karte, der Schiedsrichter zog aber Gelb, die richtige Entscheidung. Nur 60 Sekunden später lag Issa Issa, gefoult von Marvin Wolters, erneut am Boden. Diesen schickte der Referee mit roter Karte vom Platz, eine harte Entscheidung. Zehn Minuten nach der Pause war es Daniel Gordzielik, der den TSV weiter schwächte. Er foulte in Höhe der Mittellinie und sah zurecht die „Ampelkarte“.

In doppelter Überzahl riss der ASV das Spiel an sich und erarbeitete sich Torchancen. Zweimal rettete der Pfosten für den TSV, dann traf Issa Issa zur verdienten Führung (68.). Doch diese Führung brachte dem ASV keine Sicherheit. Issa Issa hatte zwar fünf Minuten später das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber knapp. „Wenn das 2:0 fällt, ist das Spiel gelaufen, dann kommen die Ronsdorfer nicht mehr zurück. Aber wir haben es auch nicht clever ausgespielt, sondern teilweise sogar mit langen Abschlägen operiert“, sagte ASV-Trainer Ünsal Bayzit. Die neun Ronsdorfer stemmten sich gegen die Niederlage und kamen nach 78 Minuten durch Lukas Reinartz zum durchaus verdienten Ausgleich. Er verwertete einen Einwurf, der per Kopf auf ihn weitergeleitet wurde und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Jan Schwedler, der kurz zuvor nach einer fast einjährigen Verletzungspause (Kreuzbandriss) eingewechselt worden war, zog in der Schlussminute einfach aus 40 Metern ab, weil er, nachdem er drei Gegenspieler ausgespielt hatte, keine Anspielstation fand. Die Führung für den TSV. Zwei Minuten später lief Steven Winterfeld, nachdem die Barmer einen Freistoß schlampig ausgeführt hatten, alleine aufs Tor zu und machte mit dem 3:1 alles klar. „Das war überragend, wie sich die Jungs zu neunt gegen die Niederlage gestemmt haben. Dieser Sieg wird lange in Erinnerung bleiben“, freute sich TSV-Trainer Daniel Meike.

(von Lars Haß)

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