06.01.2018

Bezirksliga: Wülfrath will nach Winterpause Dampf machen

Platz zwei das Ziel der Kalkstädter

(Foto: Dietrich Janicki)

Mit einer traurigen Nachricht fing für den 1. FC Wülfrath das neue Jahr an. Vorsitzender Michael Massenberg meldete den Tod des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Herring (94).

Herring war ein Urgestein des Wülfrahter Sports. Als ehemaliger Jugendleiter und Vorsitzender der Sportfreunde Schlupkothen war er zusammen mit Adolf Lutz einer der Motoren der 1975 erfolgten Fusion der drei Wülfrahter Vereine SSV Flandersbach, SSG Wülfrath und Sportfreunde Schlupkothen zum 1. FC Wülfrath. Dort wirkte er als langjähriger Geschäftsführer an vorderster Front mit. Bei den Rheinischen Kalksteinwerken Wülfrath (heute Lhoist), langjähriger Sponsor des FCW, war der Träger des Bundesverdienstkreuzes und früheres SPD-Ratsmitglied lange Jahre als Betriebsratsvorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrates tätig. „Ich habe einen guten Sportsfreund verloren, der über viele Jahre für alle Belange unseres Vereins jederzeit ein offenes Ohr hatte. Der 1. FC Wülfrath wird Karl-Heinz Herring sehr vermissen und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, betonte Vorsitzender Massenberg.

Es fällt dem Vorsitzenden nicht leicht, den Blick direkt auf die aktuelle Situation des FCW zu richten. Er macht aber keinen Hehl daraus, dass er mit dem derzeitigen achten Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksliga nicht zufrieden ist. „Da sind wir mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gestartet.“ In der vergangenen Spielzeit wurden die Wülfrather immerhin Zweiter und verpassten erst in der Relegationsrunde den Aufstieg in die Landesliga. Da der TVD Velbert mit weitem Abstand die Tabelle anführt, kann für den FCW auch diesmal nur der zweite Rang, der erneut zur Aufstiegsrelegation berechtigt, das Ziel sein. „Den TVD Velbert, der vor der Spielzeit mit Zugängen aus der Regionalliga und Oberliga kräftig aufgerüstet hat, wird der direkte Aufstieg kaum zu nehmen sein. Da Frohnhausen als Tabellenzweiter nur sechs Punkte vor uns liegt, ist das Ziel Relegation für uns weiterhin machbar“, sagt Massenberg. Zugleich macht er deutlich, dass dies jedoch bedeute, dass die die Wülfrather nach der Winterpause ganz anders auftreten müssen, als dies in vielen Begegnungen der Hinrunde der Fall gewesen sei. „Wir müssen viel konzentrierter zur Sache gehen und vor allem auch in der Schlussphase hellwach sein. Da haben wir des Öfteren unnötige Gegentore kassiert.“

Als konkretes Beispiel nennt er die letzte Begegnung vor der Winterpause beim Dritten TuS Essen-West Dort führte der FCW bis eine Minute vor Schluss mit 1:0 und verlor dann in der Nachspielzeit mit 1:2. „Insgesamt haben wir einige unnötige Punkte liegenlassen, die uns jetzt fehlen, um ganz vorn mitzumischen“, sagt der FCW-Chef. „Wenn die Mannschaft das unzweifelhaft vorhanden gute Potenzial abruft, kann sie nach der Winterpause noch für Furore sorgen. Da bin ich mir sicher.“

Dafür bürgen allein die Leistungsträger wie beispielsweise Torjäger Davide Mangia, der bisher 16 Treffer erzielte, und Außenstürmer Some Essomé, die beide sicherlich höherklassig spielen können. Zudem sind Kapitän und Abwehrchef Julian Guxha und der „Sechser“ Engin Kizilarslan eine sichere Bank im Defensivbereich. Michael Massenberg kündigt Verstärkungen an, die dem FCW nach der Winterpause weiterhelfen sollen. „Da sind wir in aussichtsreichen Gesprächen.“

Er vertraut zudem trotz des durchwachsenen Erfolgs dem gleichberechtigten Trainertrio mit Joachim Dünn, Robert Begovic und Martin Haschke. „An deren Arbeit habe ich nichts auszusetzen. Die sind alle drei sehr engagiert und wollen das Beste für den FCW.“

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