28.05.2017

Der FSV Vohwinkel feiert den zweiten Aufstieg in Folge (mit Bildergalerie)

7:0-Sieg beim TV Kalkum-Wittlaer

Der FSV feiert in Düsseldorf den Aufstieg in die Oberliga. Foto: Jens Loewen

Selten hat das Wort „Sensation“ besser gepasst als zum FSV Vohwinkel, der am gestrigen Sonntag dank eines ungefährdeten 7:0 (3:0)-Sieges beim Absteiger TV Kalkum-Wittlaer als Meister in die Oberliga Niederrhein aufstieg.

Für den FSV ist es der zweite Aufstieg in Folge, denn in der Saison 2015/16 spielte die Mannschaft von Marc Bach noch in der Bezirksliga. Als zusätzliches Bonbon zum Aufstieg kommt es in der nächsten Spielzeit zu einem Oberliga-Derby zwischen dem FSV Vohwinkel und dem Cronenberger SC. Vor der Partie in Düsseldorf-Wittlaer vereinte den FSV ein großer Wunsch. Den Nervenkitzel aus dem Vorjahr, als man erst in der 119. Minute den Landesliga-Aufstieg durch einen Treffer beim VfB Frohnhausen realisierte, wollte man tunlichst vermeiden. Die Vorzeichen standen dafür gut, beim längst abgestiegenen TV Kalkum-Wittlaer erwartete nicht nur die Fanschar des FSV einen klaren Sieg.
Bei hochsommerlichen Temperaturen und unterstützt von rund 200 FSV-Fans ließ der FSV daran auch von Beginn an keinen Zweifel aufkommen. Das lag zum einen an der hervorragenden Einstellung des Bach-Teams, aber auch an der mangelnden Qualität des TV Kalkum-Wittlaer, der schon seit einigen Wochen als Absteiger in die Bezirksliga feststeht. Der frühen Führung des FSV durch Sandro Avanzato (7.) ging ein großartiger Diagonalball von Spielgestalter Toni Musto hervor, den Avanzato am Kalkum-Keeper vorbeilegte und so für großen Jubel sorgte.
In der Folge machte der FSV nicht mehr als notwendig, kontrollierte gegen harmlose Gastgeber aber immer die Partie. Hervorzuheben war die in der ersten Hälfte effektive Chancenverwertung des FSV. Abwehrchef Benjamin Cansiz sorgte mit einem wuchtigen Kopfball für eine beruhigende 2:0-Führung (36.), kurz vor der Pause markierte Sandro Avanzato mit seinem zweiten Treffer des Tages quasi schon die Entscheidung.
Mit dem Pausenpfiff zweifelte im FSV-Lager schon niemand mehr am avisierten Aufstieg, das Stimmungsbarometer stieg minütlich. FSV-Coach Marc Bach gab seiner Mannschaft für die zweite Hälfte mit auf den Weg, die mitunter überforderten Gastgeber früher anzulaufen. Die Mannschaft setzte das um, und kam so zwangsläufig zu jeder Menge weiterer Tormöglichkeiten. Die wurden zunächst nicht mit letzter Konsequenz ausgespielt, in der 66. Minute war es dann Toni Musto, der sich nach einer Einladung des TVKW-Keepers artig bedankte und zum 4:0 einschob.
Anschließend war Schaulaufen angesagt. Das am Spielfeldrand bereits die Aufstiegs-Shirts aus den Kartons geholt wurden, überraschte nicht. Der eingewechselte Lukas Reinartz (73.) erhöhte auf 5:0, erneut Toni Musto machte das halbe Dutzend voll, und der eingewechselte Andreas Seemann besorgte mit einem schönen Kopfball das auch in dieser Höhe verdiente Ergebnis. Der Rest war Party, mitten im Düsseldorfer Niemandsland.
So geriet die Rückfahrt mit dem angemieteten Bus zwar zu einer Endlosschleife, doch war diese mit den richtigen Getränken an Bord dennoch erträglich. An der Lüntenbeck angekommen, feierte der FSV den Aufstieg bis tief in die Nacht.  Bach ergänzte treffend: „Wie sich die Jungs bei diesen Temperaturen und mit dem Wissen, dass alle einen klaren Sieg erwarten, präsentiert haben, ist sensationell. Ich ziehe meinen Hut vor dieser grandiosen Saison.“

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