09.11.2017

KFC: Wiesinger fordert mehr Dynamik

Ex-WSV-Spieler Kai Schwertfeger nicht erste Wahl beim Spitzenreiter

(Foto: abi)

Als Sechser gehörte Kai Schwertfeger seit seiner Ankunft beim KFC Uerdingen im vergangenen Winter immer zu den zuverlässigen Stammspielern. Der 29-Jährige ist dabei kein Mann für spektakuläre Momente, vielmehr einer für den Maschinenraum. Er erobert Bälle, gibt diese weiter, läuft Räume zu und hat sich so die Gunst seines Trainers Michael Wiesinger verdient. Doch zuletzt war Schwertfeger nicht mehr erste Wahl.

Neben dem von seiner Verletzung genesenen Tanju Öztürk war es der bisher selten in Erscheinung getretene Kevin Pino Tellez, der auflief. Schwertfeger blieb draußen. Wiesinger sagt: „Ich hatte mit Kai ein Gespräch. Seine Laufstärke und Mentalität sind gut. Ich wollte mit Tellez aber mehr Dynamik nach vorne haben. Mal wegkommen von der rein defensiven Ausrichtung.“ Tellez also als sogenannter Achter, der mehr offensive Akzente ins Spiel bringen soll.

Im defensiven Mittelfeld ist der Konkurrenzkampf so groß wie mittlerweile auch auf anderen Positionen, seit sich die angespannte Personallage wieder entspannt hat. Wiesinger hat alle Spieler zurück im Training, wie er vor dem Heimspiel am Freitag, 10. November, um 19.30 Uhr gegen den SC Wiedenbrück berichtete. „Auf dieser Position im defensiven Mittelfeld ist der Kampf extrem.“ Patrick Ellguth, der seit Saisonbeginn mit Schwertfeger diese Stellen besetzt hatte, war am vergangenen Sonntag wieder zurück im Kader. Auch Pascale Talarski durfte sich schon einmal dort beweisen.

Der breite Kader lässt eine hohe Variabilität zu. Je nach Spielsituation oder Gegner kann Wiesinger seine Spieler wechseln. Der 44-Jährige kann nun wieder aus Trainingseindrücken entscheiden. So war Lucas Musculus in Wuppertal kurzerhand nur als Zuschauer angereist. „Ich kann Impulse setzen. Marcel Reichwein hat sich stabilisiert, er ist jetzt konstant. Drumherum sind wir flexibel. Gegen den WSV ging es darum, den Punch zu setzen. Insgesamt wollen wir aber mehr Kombinationen hereinbringen.“ Tellez dürfte auch heute seine Chance erhalten. Wiesinger sah gestern keinen Grund, erneut zu wechseln.

Als Tabellenführer die Hinrunde zu beenden, wäre für den KFC-Trainer bedeutsam, nicht nur für das innere Betriebsklima: „Das wäre auch ein Signal an die Liga. Wir sind bei anderen Clubs ja auch ein Thema, das soll so bleiben.“ Heute wird die inoffizielle „Herbstmeisterschaft“ entschieden. Das Spiel des Verfolgers Viktoria Köln in Mönchengladbach beginnt bereits um 19 Uhr. Seit dem 9. Spieltag stehen die Krefelder unangefochten auf Platz eins.

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