22.04.2018

Oberliga: CSC holt mit toller Moral einen Punkt

3:3 im Heimspiel gegen SW Essen

Timo Leber (Archivfoto) fand in Essens Schlussmann seinen Meister.

„Diesen Punkt haben wir unserem Torwart Johannes Focher zu verdanken,“ gestand Schwarz-Weiß Essens Trainer Manfred Wölpper nach dem 3:3-Remis auf den Südhöhen gegen den Cronenberger SC. Die Spieler von Peter Radojewski erreichten nach Hiesfeld erneut einen Punkt gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel.

Der CSC-Trainer lobte die bewundernswerte Moral seiner Mannschaft, die schon nach 19 Minuten durch Treffer von Kohei Yokozawa und einem Foulelfmeter des Ex-WSV-Spieler Marvin Ellmann mit 0:2 zurückgelegen hatte. Vor diesen beiden Toren demonstrierte der Essener Keeper Focher gegen Timo Leber, der allein auf ihn zukam, erstmalig sein Talent. Nach 23 Minuten unterbrach der Unparteiische die Partie wegen eines Gewitters für fast eine halbe Stunde.

Den Kabinenaufenthalt nutzte Radojewski, um seine Mannschaft nochmals zu motivieren. Mit Erfolg, denn Davide Leikauf verkürzte nach einem Foul an Marvin Mühlhause per Elfmeter zum Anschlusstreffer. Die Statistik sprach dennoch weiter gegen den CSC, dem es in dieser Saison noch nie gelungen war, einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen. „Die haben ja nur den Ball hoch nach vorne geschlagen,“ bemängelte noch der Essener Coach. In der Tat ist der CSC in der Breite gesehen nicht mit dem höchsten spielerischen Potenzial ausgestattet, allerdings mit einer enormen Kampfkraft. Selbst nach dem dritten Essener Treffer durch Kevin Kehrmann gab es keinen Einbruch.

Wie schon in der Vorwoche traf Marvin Mühlhause. Mit einem präzisen Distanzschuss überwand er den guten  Gästekeeper (70.). 2:3 - jetzt wurden die letzten Kräfte mobilisiert, Mohammed Kabiru (mehrfach), Tim Schättler und Jens Perne vergaben hochkarätige Möglichkeiten. Essen verteidigte mit allen Leuten im eigenen Strafraum. Kabiru bugsierte dann doch noch das Leder aus kurzer Entfernung zum hochverdienten 3:3 (84.) über die Linie.

Bleibt zu hoffen, dass der Kräfteverschleiß nicht zu groß war, denn am Mittwoch kommt Homberg zum Nachholspiel (20 Uhr). Dann könnte der CSC den Abstand aufs rettende Ufer auf drei Punkte verkürzen.

(von Gerd Sonnenschein)

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