22.04.2018

Oberliga: FSV kassiert Packung in Essen

1:5-Niederlage bei der Spvg. Schonnebeck

Shun Terada (Archivfoto: Otto Krschak) erzielte in Schonnebeck den Anschlusstreffer für den FSV.

Im ersten Auswärtsspiel unter der Leitung von Interimstrainer Marvin Schneider unterlag der FSV Vohwinkel mit 1:5 (1:2) beim Tabellendritten Spvg Schonnebeck. Während man im Essener Norden nach dem Heimsieg weiter vom Aufstieg in die Regionalliga West träumen darf, laufen die Personalplanungen des FSV Vohwinkel für die neue Saison längst auf Hochtouren. „Bei der Trainersuche befinden wir uns in der finalen Phase“, bestätigte der Sportliche Leiter Holger Gaißmayer.

Dass die Trauben in Schonnebeck für die Füchse besonders hoch hängen würden, war angesichts der Ambitionen der Gastgeber schon vor Spielbeginn klar. Dass der FSV allerdings nach 14 Minuten schon 0:2 zurückliegen würde und damit noch gut bedient war, überraschte dann doch. Marius Müller (7.) und Dominik Enz (14) erzielten die ersten Essener Treffer. Es zog ein Orkan über die FSV-Defensive her, obwohl das angekündigte echte Unwetter am Schetters Busch vorbeizog. Scheinbar mühelos kombinierte sich der Tabellendritte immer wieder durch die Vohwinkeler Abwehrreihe. "Wir wollten gegen einen angeschlagenen Gegner sofort Präsenz zeigen, das ist uns gelungen", sagte Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies. Tönnies kritisierte allerdings auch das Spiel seiner Mannschaft gegen den Ball, denn nach der verschlafenen Anfangsphase fand der FSV zumindest in Phasen etwas besser ins Spiel und belohnte sich mit dem Anschlusstreffer von Shun Terada (44.), den sein Bruder Ryo über die linke Seite gut vorbereitete. "Wir hatten immer wieder mal Phasen, wo es besser lief, aber auch viele Phasen, wo wirklich gar nichts ging und die Aggresivität komplett fehlte", sagte Schneider. Positiv aus FSV-Sicht ließ sich feststellen, dass man sich nach anfänglicher Überforderung im Verlauf der ersten Halbzeit fing. 350 Zuschauer sahen am Schetters Busch kurz nach dem Seitenwechsel die schnelle Vorentscheidung, als Damian Bartsch einen Freistoß aus zentraler Position direkt verwandelte - der ansonten über die gesamte Saison gute FSV-Keeper Asterios Karagiannis sah da ausnahmsweise etwas unglücklich aus. Für die Mentalität der Vohwinkeler sprach, dass sie im weiteren Spielverlauf zumindest offensiv noch einige Aktente setzen konnten. So scheiterte Toni Zupo (55.) am Pfosten und Moritz Winter (63.) beispielsweise am stark reagierenden Marcel Grote im Schonnebecker Tor. Als der gerade eingewechselte Tarkan Yerek auf der Gegenseite (68.) das 4:1 erzielte, war die Partie endültig entschieden. Schonnebecks bester Akteur, Marius Müller, krönte seine starke Leistung (74.) und setzte den Schlusspunkt.
Auf seiner Abschiedstournee durch die Oberliga Niederrhein bleiben den Füchsen bis Saisonende noch fünf Partien, in denen es gilt, sich erhobenen Hauptes zu verabschieden. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag in der Lüntenbeck gegen den VfB Homberg.

(von Marc Posthaus)

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