10.09.2017

Oberliga: Vohwinkel verpennt die Anfangsphase

0:3-Niederlage beim 1. FC Monheim

Marc Bach war gelinde gesagt "not amused" nach der verdienten Schlappe seines Teams in Monheim. Archivfoto

Der FSV Vohwinkel hat das Aufsteigerduell beim 1.FC Monheim verdient mit 0:3 (0:2) verloren.

Zweite Niederlage in Folge für den FSV

Für die Elf von Trainer Marc Bach war es nach insgesamt schwacher Leistung die zweite Niederlage in Folge. Wenn der Trainer schon nach zehn Minuten die gesamte Ersatzbank zum Warrmachen schickt, dürfte vorher so ziemlich alles schief gelaufen sein. Die Füchse, die ohne Andreas Seemann (Urlaub) auskommen mussten, verschliefen die Anfangsphase komplett und lagen nach besagten zehn Minuten bereits mit 0:2 zurück. An Debütant Tasso Kostikdis (Bruder von Christov Kostikids), mit dem Bach weitestgehend zufrieden war, lag das nicht. Der Matchplan, kompakt zu stehen und nach vorne immer wieder Nadelstiche zu setzen, war schon früh über den Haufen geworfen. Beim 0:1 durfte Monheims Jan Lukas Nosel am langen Pfosten freistehend einköpfen (5.), nur vier Minuten später bediente Nosel ohne die notwendige FSV-Gegenwehr über die linke Seite spazierend Routinier Dejan Lekic, der keine Mühe hatte, zum 2:0 einzuschieben. Dass die finanzstarken und mit erfahrenen Oberligaspielern gespickten Gastgeber kein ganz normaler Aufsteiger sind, versteht sich von selbst. Dennoch machte es der FSV den Monheimern, die die Partie voll im Griff hatten, in den ersten 45 Minuten aber auch viel zu einfach. Das fing bei fehlenden Anspielstationen für Innenverteidiger Benjamin Cansiz an und hörte bei den völlig in der Luft hängenden Stürmern Frederic Lühr und Shun Terada, die vergeblich auf verwertbare Bälle warteten, auf. Auch die offensiven Außen Ryo Terada und Atsushi Kanahashi blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten. Umschaltmöglichkeiten waren für den FSV Mangelware, weil Monheim defensiv äußerst stabil stand. Kurz vor der Pause hielt Torhüter Asterios Karagiannis seine Mannschaft mit im Spiel.
Bachs Pausenansprache schien gefruchtet zu haben, mit deutlich verbesserter Körpersprache kam der FSV aus der Kabine. So lag der Anschlusstreffer in der Anfangsphase durchaus in der Luft, Frederic Lühr verfehlte das Tor mit einem Volleyschuss nur knapp. Allerdings hatten die Gastgeber unter anderem durch Dejan Lekic auch früh die Entscheidung auf dem Fuß. Dem FSV war der Wille noch einmal zurückzukommen nicht abzusprechen, doch fehlte im letzten Drittel meist die Präzsion. So machte Lekic sieben Minuten vor Schluss den Deckel drauf.
„Wenn du gegen so einen Gegner früh 2:0 zurückliegst, hast du im Grunde keine Chance. Viele sind in der Oberliga immer noch nicht angekommen. Wir tun vom Trainerteam alles dafür, wenn aber die Körpersprache fehlt, kannst du keine Spiele gewinnen. Wir waren zu lieb und nicht zweikampfstark genug“, sagte Bach.

Am kommenden Samstag (17 Uhr) empfängt der FSV mit dem 1. FC Bocholt das nächste dicke Kaliber.

FSV: Karagiannis, C.Kostikidis, Winter, Cansiz, Zupo, Heinen (73. Lyttek), T.Kostikidis, R.Terada, Kanahashi (64. Avanzato), Lühr, S.Terada

(Von Marc Posthaus)

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema