08.09.2017

Oberligisten leiden unter Verletzungspech

Fußball im Kreis Mettmann

(Foto: Olaf Staschik)

Das ist die eine Seite der Medaille: Der Fußball-Oberligist Sportfreunde Baumberg (SFB) bildet gemeinsam mit dem ETB SW Essen ein Führungsduo, in dem Millimeter über Platz eins und zwei entscheiden. Beide haben zehn Punkte und plus acht Treffer – 14:6, 9:1. Essen hat ein paar Tore mehr erzielt. Die andere Seite der Medaille ist im Moment der Cronenberger SC. Die drei Punkte und 3:8 Tore aus den ersten vier Spielen reichen derzeit nur zum vorletzten Platz. Gelten alleine diese Fakten, müssen die Baumberger am Sonntag (15 Uhr) in Cronenberg als Favorit gelten.

Zwei andere Tatsachen sorgen aber dafür, dass bei den Baumbergern sämtliche Alarmglocken läuten dürften: Das letzte Mal, dass eine Mannschaft der Sportfreunde ein Pflichtspiel in Wuppertal gewinnen konnte, war am 23. September 2007. Baumbergs Coach Salah El Halimi erinnert sich sehr gut an das Datum, weil „morgens um 9 Uhr unser Sohn geboren wurde“. Salah El Halimi war damals noch Spieler – und er durfte nach Absprache mit dem damals gerade verpflichteten Trainer Thomas Klimmeck individuell zum Sportplatz in Cronenberg komme. Der junge Vater El Halimi stand tatsächlich über 90 Minuten auf dem Platz – und Baumberg gewann mit 3:2. Ähnliches gelang anschließend nicht mehr.

Dass es morgen personelle Baustellen gibt, macht die Aufgabe nicht einfacher. Einige Spieler fallen sicher aus: Jannik Weber, Miguel Lopez Torres und Daniel Rey Alonso (verletzt) oder Maximilian Nadidai (Sperre nach Roter Karte). Andere wie Lukas Fedler, Kisolo Deo Biskup, Wiren Bhaskar oder Roberto Guirino sind angeschlagen. mid

Wer sich für Parallelen zwischen dem FC Monheim und dem FSV Vohwinkel interessiert, muss nicht lange suchen. In der abgelaufenen Saison sorgten beide Mannschaften als Aufsteiger in der Landesliga für Furore – und sie schafften zusammen den Durchmarsch in die Oberliga. Während die Monheimer als Dritter in die Qualifikation mussten, schaffte Wuppertal als Meister direkt den Sprung nach oben.

Und auch in der Oberliga geht die Erfolgsgeschichte der Vereine bisher weiter – doch diesmal hat der FCM die Nase vorne: Mit neun Punkten aus vier Spielen sind die Monheimer derzeit Dritter. Auf der anderen Seite sind die sechs Zähler des Zehnten FSV ebenfalls eine ordentliche Ausbeute. Am Sonntag (15 Uhr, Rheinstadion) dürften die Chancen gleichmäßig verteilt sein. Weil der FCM vergangenes Wochenende nicht im Einsatz war, hatte er einen Test gegen den den niederländischen Erstligisten VVV Venlo abgemacht. Doch statt mit Perspektivspielern traten die Niederländer mit sieben Spielern an, die kurz zuvor auch in der Meisterschaft gegen Ajax Amsterdam in der Startelf gestanden hatten. Monheim war beim 0:8 völlig chancenlos. mroe

Der VfB 03 Hilden hat den 6:0-Erfolg in der zweiten Runde des Niederrheinpokals teuer bezahlt. Auf dem Naturrasen der DJK Teutonia St. Tönis fielen gleich zwei Spieler aus. Für Emil Vincazovic scheint die Saison vorzeitig beendet. Im Laufduell mit einem Teutonia-Fußballer blieb der Hildener im Rasen hängen, verdrehte sich dabei das Knie – die ärztliche Diagnose ist niederschmetternd: Das vordere Kreuzband ist gerissen, Außen- und Innenband sind ebenso lädiert wie Außen- und Innenmeniskus. Auch Gianluca de Meo fällt in den nächsten Begegnungen aus. Der Mittelfeldmann bekam einen Schlag aufs Knie, danach schwoll das Gelenk an.

Beides Hiobsbotschaften, die der VfB-Coach Marcel Bastians vor der nächsten englischen Woche gar nicht gebrauchen kann. Zumal auch Innenverteidiger Manuel Schulz aufgrund seines Muskelfaserrisses im Oberschenkel weiter ausfällt. Nach dem Ausfall von Vincazovic bieten sich für den Part in der Innenverteidigung noch Fabian zur Linden und Dominik Donath an. Oder vielleicht doch Sascha Dum? Eine Überlegung, die Bastians nicht mehr so weit fortschiebt wie noch vor einer Woche. Zumal sich der Ex-Profi in der Abwehrzentrale sicher besser auskennt als in der offensiven Rolle, die er zurzeit im VfB-Team ausfüllen soll. Klar ist in jedem Fall, dass am Sonntag (15 Uhr, Stölting-Arena, Am Hünting) eine Bocholter Truppe wartet, die nach durchwachsenem Start endlich ihr wahres Leistungsvermögen zeigen will. Und der FC-Trainer Manuel Jara machte vor Saisonbeginn – nach Rang drei in der Vorsaison – aus seinen Aufstiegsambitionen keinen Hehl. bs

Mit gestärktem Selbstbewusstsein geht Ratingen 04/19 in die kommende Partie gegen Aufsteiger VfB Speldorf (Sonntag, 15 Uhr, Stadionring). Der Oberligist sicherte sich am vergangenen Wochenende durch das 2:1 in der zweiten Runde des Niederrheinpokals beim SC Velbert den Einzug in die dritte Runde – und es war ein wichtiges Erfolgserlebnis für die mäßig in die Meisterschaft gestartete Mannschaft von Trainer Karl Weiß. Mit dem VfB Speldorf gastiert jetzt erneut ein Aufsteiger am Stadionring. Die Erinnerungen an die schwache Vorstellung bei der 1:2-Niederlage gegen den FSV Vohwinkel sind dabei durchaus noch präsent bei 04/19. Der Ratinger Coach hat jenes Spiel gemeinsam mit seinem Team aufgearbeitet – und er will nun im heimischen Stadion endlich den zweiten Sieg in der laufenden Saison einfahren, um dem Tabellenkeller langsam, aber sicher den Rücken zu kehren.

Der VfB ist das einzig sieglose Team der gesamten Liga. Aus den bisherigen vier Partien konnten die Mülheimer nur einen Punkt auf ihr Konto bringen. Zwei selbst erzielten Toren stehen neun Gegentreffer gegenüber. Für frischen Offensivwind bei 04/19 könnte Emrah Cinar sorgen, der im Pokalspiel in Velbert ein gelungenes Comeback feierte. law

Nach einem schwachen Saisonstart hat der Landesligist ASV Mettmann durch den klaren 9:1-Erfolg im Kreispokal gegen den TSV Einigkeit Dornap und dem 3:1-Auswärtssieg bei Jüchen-Garzweiler wieder rechtzeitig in die Spur gefunden. Das war auch nötig, denn am Sonntag (15 Uhr, Sportzentrum Auf dem Pfennig) erwarten die Gastgeber keinen Geringeren als den Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten SC Velbert. Der Lokalrivale sicherte sich bereits am Mittwoch mit dem äußerst klaren 7:0-Erfolg über den VdS Nievenheim die Tabellenführung. Im Niederrheinpokal scheiterte der SC knapp mit 1:2 an Ratingen. „Das wird eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe für uns“, sieht ASV-Trainer Meher Siala den SCV nicht als Übermannschaft. Er macht aber keinen Hehl daraus, dass die seit einigen Jahren mehrfach knapp am Aufstieg in die Oberliga gescheiterten Gäste die Favoritenrolle einnehmen. K.M.

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