10.02.2018

Oberrliga: CSC schlägt sich unter Wert

1:5-Niederlage gegen Straelen

CSC-Trainer Peter Radojewski und sein Team bekamen innerhalb von 14 Minuten drei Gegentore eingeschenkt. Archivfoto

Die Niederlage des abstiegsbedrohten Cronenberger SC gegen den neuen Spitzenreiter SV Straelen auf dem Ausweichplatz in Geldern ist aufgrund der Tabellensituation nicht ungewöhnlich. Dennoch war es keine desolate Gesamtleistung des Radojewski-Teams.

Pech, teilweise Unvermögen bei der Verwertung der Torchancen, eine zwölfminütige Blackout-Phase sowie keine optimale Tagesform des ansonsten beständigen Keepers Marcel Langendorf führten zur Niederlage. Langendorf warf sich bei zwei Gegentoren jeweils in eine flache Hereingabe, verpasste aber beide Male den Ball, so dass der Straelener Spieler Rene Jansen nur noch einzuschieben brauchte. Ihm gelang innerhalb von zwölf Minuten ein Hattrick. Taucht allerdings auch die Frage auf: Wo waren die Gegenspieler? Beim letzten Treffer war die kurze und somit Torwartecke zu weit offen. Auch Straelens Coach und ehemaliger Assistenztrainer beim Wuppertaler SV zu Zweitligazeiten (1992/93), Didi Schacht, sah einen für ihn teilweise überraschend gut mithaltenden Gast. Schacht: „Wir hatten Glück, dass Cronenberg bei der Vielzahl der Chancen nicht das 1:1 erzielte. Insgesamt haben wir aber eine hohe Qualität. Wir mussten uns auch erst auf den Platz in Geldern einstellen. Insofern betrachte ich das auch als Auswärtsspiel.“

Als Cronenberg nach einer Stunde den zweiten Gegentreffer kassierte, ahnte CSC-Coach Peter Radojewski schon Schlimmes: „Nicht aufhören, nicht abschlachten lassen,“ rief er immer wieder den Spielern zu. Vergeblich. Das mehrfache Auslassen bester Tormöglichkeiten von Kabiru, Perne, Burghard oder Tim Schättler sowie die Gegentore gingen wohl an die Moral. Radojewski: „So viele klare Chancen gegen eine so gute Mannschaft bekommt man nicht alle Tage. Zudem waren wir eine Viertelstunde völlig kopflos. Da macht man ein relativ gutes Spiel, wird aber nicht belohnt.“ Seinen ersten Pflichtspieleinsatz bekam ASV-Winterzugang Alen Ruzic.

Verzichten muss Radojewski am Mittwoch (20 Uhr, Hauptstraße) gegen den VfB Hilden auf Max Eisenbach, der die zehnte gelbe Karte sah. Angeschlagen war auch Harve Diankanu. Allerdings stehen Mühlhause und Jacobs wieder zur Verfügung.
Gegen Straelen konnte man einen Punktgewinn erhoffen, aber nicht unbedingt erwarten. Beim Nachhol-Heimspiel gegen die nur zwei Punkte besser platzierten Hildener steht aber die Erwartung von drei Punkten im Vordergrund.

(von Gerd Sonnenschein)

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema