07.06.2018

Sportplatz am Nocken ist fast fertig

Vohwinkeler Anlage erstrahlt in neuem Glanz

(Foto: Stefan Fries)

Dem Umzug der Fußball-Jugendabteilung des Wuppertaler SV von der Nevigeser Straße zum Sportplatz Nocken, steht kaum mehr etwas im Wege.

Davon konnten sich am Mittwoch die Mitglieder des Sportausschusses bei einer Besichtigung des neu hergerichteten Kunstrasenplatzes in Vohwinkel überzeugen. Der Kunstrasen, übrigens eine neue Generation mit eingeflochtenen gekräuselten Halmen, durch die sich die geraden immer wieder aufrichten, liegt längst, auch die Randeinfassungen sind fertig. Das LED-Flutlicht, das erste auf einer städtischen Sportanlage und das zweite im Wuppertal nach dem beim SV Bayer, hat am Montag den Lichttest mit Bravour bestanden. „Es spricht nichts dagegen, dass wir dem WSV die Anlage bis zum 24. Juni übergeben können“, versichert Roman Bensch, Leiter des Grünflächenamts, das beim Umbau am Nocken die Federführung hat. „Eine super Anlage“, schwärmt Sportamtsleiter Norbert Knutzen.

Als letzte Schritte stehen nun noch Pflaster- und Zaunarbeiten im Arbeitsbereich an. Außerdem müssen die Kunststoffflächen der Leichtathletikanlagen - 100-Meter-Bahn, Weit-, Hoch und Stabhochsprunganlage – noch gereinigt und angepasst, die neue Kugelstoßanlage fertiggestellt werden. „Die Platzabnahme erfolgt dann komplett“, sagt Roman Bensch.

Auch beim WSV ist die Vorfreude groß. Momentan läuft an der Nevigeser Straße noch der volle Trainingsbetrieb, denn neben der C-Jugend, die Qualifikationsspiele bestreiten muss, trainieren auch die übrigens Teams nach Abschluss der Saison weiter, teilweise für Turniere. Da die U 19 wegen der Rasen-Sommerruhe nicht auf den Uellendahl ausweichen kann, ist es aktuell sogar besonders voll.

„In der letzten Juniwoche, wollen wir den Betrieb dann komplett zum Nocken verlagern“, erklärt WSV-Jugendkoordinator Holger Schmidt. Vorher würde man schon gerne mit einem Teil des Mobilars umziehen. „Wir sind derzeit dabei auszusortieren, einiges ist auch nicht mehr brauchbar, die Stadt hat uns einen Müllcontainer an die Nevigeser Straße gestellt“, so Schmidt.

Am Nocken habe man sich schon mit mit dem neuen Nachbarn im Sportplatzgebäude, dem TC Nocken, getroffen und gegenseitig sympathisch gefunden. „Wir habe dort natürlich viel weniger Platz als an der Nevigeser Straße, aber es ist ja nur für einen Übergangszeitraum“, sagt Schmidt und ergänzt ohne Einschränkung: „Wir freuen uns riesig.“

Ab Mitte Juli, so schätzt Frank Benecke, als Projektleiter beim Städtischen Gebäudemanagement für den Neubau des Stadionnebenplatzes zuständig, soll der WSV auch dort den neuen Kunstrasen nutzen können. Wegen der geringeren Größe soll er nur Trainingszwecken dienen. Weil dort zunächst falsche Abdichtfolien eingebaut worden waren, hatte sich die Arbeit verzögert, gestern wurde die Asphaltschicht unter dem Platz fertiggestellt, auf die die Firma Polytan ab nächster Woche den Kunstrasen aufbaut. Plasterarbeiten Richtung Sporthalle und Flutlicht (ebenfalls LED) fehlen dann nur noch.

Mit der Halle, in die, wie berichtet, das Nachwuchsleistungszentrum des WSV, inklusive Buhtz-Stiftung einziehen soll, werde es noch etwas dauern. „Wenn wir außen fertig sind, beginnt der Innenausbau“, so Benecke. Auch dort gibt es durch die Räumlichkeiten im Stadion Übergangslösungen, so dass der WSV die Nevigeser Straße bis Ende des Monats komplett leergezogen haben wird. Unverzüglich sollen dann dort schließlich die Vorarbeiten für einen neuen Supermarkt und die Sporthalle für die Gesamtschule Kruppstraße beginnen können.

(von Günter Hiege)

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