14.11.2017

WSV kann mit Sieg in Gladbach klettern

Regionalliga-Nachholspiel im Grenzlandstadion

Auf André Mandt (r.) muss der WSV länger verzichten. Foto: Stefan Fries

Nach drei Niederlagen will der WSV am Dienstag, 14. November, beim Gastspiel in Mönchengladbach wieder in die Erfolgsspur kommen. Anstoß im Grenzlandstadion ist um 19.30 Uhr.

Es lockt der vierte Tabellenplatz

Es ist eine Nachholpartie vom sechsten Spieltag und für beide der Abschluss der Hinserie. Beide Mannschaften sind aktuell punktgleich und können im Erfolgsfall in der Tabelle einen Sprung nach oben machen - der WSV vorläufig sogar bis auf Platz vier. Bei einer Niederlage könnten die Wuppertaler die Hinrunde allerdings auch auf Platz elf abschließen – die gleiche Platzierung wie nach der Vorsaison.
Vergleichen ließe sich das aber kaum, sagt WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen. Die Liga sei insgesamt deutlich stärker geworden. Auch seine aktuelle Mannschaft hält er für stärker, allerdings lief es zuletzt - auch aufgrund der dünnen Personaldecke und des Ausfalls der Leistungsträger Kevin Hagemann und Silvio Pagano – nicht so rund.

Silvio Pagano wieder voll im Training

„Insofern war es vielleicht gut, dass wir mal zehn Tage Pause hatten, um uns intensiv auf die Partie vorbereiten zu können“, so Vollmerhausen. Er stellt einige Änderungen in Aussicht, eine allerdings zwangsweise: André Mandts Trainingsverletzung am Knie hat sich als so schwerwiegend herausgestellt, dass nicht sicher ist, ob er in diesem Jahr überhaupt noch einmal spielen kann. Knochenprellung in Verbindung mit einem kleinen Muskelfaserriss am Oberschenkelansatz lautet die Diagnose für den WSV-Standard-Spezialisten. Dafür hat Silvio Pagano nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel erstmals wieder voll mittrainiert, muss aber zunächst zu alter Stärke finden.

Vollmerhausen wünscht sich mehr Durchschlagskraft

Ändern soll sich nicht nur personell etwas, sondern vor allem an der Spielweise. Vollmerhausen: „Wir wollen in der Abwehr so gut stehen wie gegen Uerdingen, es aber schaffen, nach vorne mehr Durchschlagskraft zu entwickeln." Da die Borussia zuletzt vier Heimniederlagen in Serien kassierte, mit jeweils 0:4 gegen Wattenscheid und Wiedenbrück sowie 0:3 gegen Verl sogar heftige, scheint der WSV nicht chancenlos in Gladbach.

Gladbach ohne Routinier

Borussen-Trainer Arie van Lent hatte daraus allerdings ebenfalls seine Lehren gezogen, zuletzt gegen das Spitzenteam von Viktoria Köln vor allem auf Defensive und Konter gesetzt. Der einzige Gegentreffer bei der 0:1-Niederlage fiel nach einer Standardsituation. In der Woche davor hatten die Fohlen in Rödinghausen mit 2:0 gewonnen. Gegen die WSV muss die junge, talentierte Elf auf Thomas Kraus, einen von nur zwei Routiniers verzichten. Er hatte gegen Viktoria Köln die Rote Karte erhalten.

Keine Strafe für Grebe

Moralische Aufbauarbeit musste Vollmerhausen unter der Woche übrigens besonders bei Daniel Grebe leisten. Die heftigen Reaktionen auf seine Aktion im Spiel gegen Uerdingen, als er den Notarzt angeschubst hatte, um ihm zu bedeuten, schneller zum verletzten Christian Müller zu kommen, hätten ihn stark mitgenommen, so Vollmerhausen. Das habe er Grebe auch auf dem Trainingsplatz angemerkt. „Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat“, so Vollmerhausen, der sich selbst an seine „Dummheit“ gegen Schwarz-Weiß Essen erinnert sieht, als er vor zwei Jahren mit Sebastian Michalsky am Spielfeldrand aneinandergeraten war. Anders als der Trainer damals, muss Grebe nach jetzigem Stand wohl mit keiner Strafe rechnen. „Daniel war in dieser Szene hochemotionalisiert und wollte nur helfen“, so Vollmerhausen. Intern sei die Sache verarbeitet, Grebe gegen Gladbach auf jeden Fall im Kader. Genau übrigens wie der junge Noah Gulden, der am Sonntag extra nicht bei der A-Jugend gespielt hatte. Die Startaufstellung für die richtungweisende Partie will der Trainer noch nicht verraten.

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