Die Fußball-Kolumne bei WZ-Sportplatz

24.10.2016

Buschis bunte Bananen

Michael Busch weiß, was im Fußball gespielt wird.

Michael Busch heute zum eventuell zu korrigierenden Saisonziel beim WSV, der Heimstärke des Cronenberger SC und einem brandheißen Geschenktipp.

WSV robbt sich an das Saisonziel heran

Ich hatte schon im Vorfeld gesagt, dass der WSV die TSG wie RWE ansehen soll - und promt ist wie gegen RWE ein Unentschieden herausgekommen. Damit muss man leben und auswärts einen Punkt zu holen, ist ja auch nicht so schlecht. Auch wenn es nur bei Aufsteiger Sprockhövel war. Wenn jetzt gegen Wiedenbrück wieder ein Heimsieg gelingt, dann ist der Punkt gegen die TSG viel wert. Obwohl ich das Spiel gegen die Ostwestfalen wieder als nicht einfach ansehe. Dieses Team ist eine Wundertüte und es wird hochmotiviert sein, aus dem Stadion etwas mitnehmen zu wollen. Da muss der WSV voll dagegenhalten. Sollte der nächste Heimsieg aber gelingen, dann robbt sich der WSV so langsam an die 40-Punkte-Marke heran, erst recht, wenn man weiter so eine Macht ist im Stadion am Zoo bleibt. Dann könnte im Dezember das ausgegebene Saisonziel fast schon erreicht sein. Danach kann man sich neue Ziele setzen und zum Angriff auf das Spitzenduo Gladbach II und Viktoria Köln blasen - was ich dem WSV durchaus zutraue. Das Team wird die Spitzenmannschaften ärgern können.
Bei der Vertragsverlängerung mit Wickl hat die sportliche Leitung meiner Meinung nach absolut richtig gehandelt (siehe auch vergangene Kolumne). Jetzt bin ich mal gespannt, welche Spieler ebenfalls mit einer Vertragsverlängerung rechnen können. Wenn dieer Kader zusammengehalten werden könnte, dann würde der WSV sich in der Regionalliga total etablieren.

Trainerwechsel trägt beim CSC bereits Früchte

Kommen wir zum Oberligisten Cronenberger SC, der wiederum sein Heimspiel gewinnen konnte. Diesmal gegen Hiesfeld. Gegen Baumberg war ich ja selbst vor Ort. Der Platz an der Hauptstraße entwickelt sich wie vorausgesagt zu einem Heimvorteil für den CSC. Wenn die Jungs von Trainer Peter Radojewski mal ins Rollen kommen, dann ist deren Spielkultur sehr ansehnlich. Der Trainerwechsel hat meiner Meinung nach schon Früchte getragen. Wenn man auf die Tabelle schaut, dann hat der CSC bereits einen guten Abstand zu den letzten drei Teams geschaffen. Daraus könnte das Team ein bisschen Selbstvertrauen tanken. Wenn es jetzt auch beim Vorletzten Meerbusch punktet, dann wäre das der nächste Bigpoint im Abstiegskampf. Vielleicht kann der Club in der Winterpause auf gewissen Positionen nachbessern. Ich wünsche dem CSC jedenfalls weiterhin viel Glück.

Erfreulich auch, dass der FSV Vohwinkel wieder Spitzenreiter ist. Wenn man sieht, wie eng es an der Tabellenspitze zugeht, dann ist die Landesliga schon eine hochinteressante Klasse und bedeutet Spannung pur. Bei einem der nächsten Heimspiele werde ich wieder in der Lüntenbeck zuschauen.

Roger Schmidt ist angezählt

Wechseln wir in die Bundesliga. Dazu ein Wort zu unseren 30 Kilometer entfernten Spitzenfußballern aus Leverkusen. Wir erinnern uns alle an den Slogan auf der Schwebebahn. Vom Spitzenfußball sind die Kicker dort weit entfernt. Spitzentheater würde aktuell besser zu den Werkskickern passen. Was da dort abgeht, erinnert mich ein bisschen an das Ohnesorg-Theater. Ich bin mal gespannt,  wie  lange sich Roger Schmidt noch als Trainer dort halten kann. Meiner Meinung nach muss nun etwas passieren. Wobei ich sagen muss, dass ich das Team viel stärker eingeschätzt hätte. Der einzige, der es wieder richten muss, ist Rudi Völler. Für mich ein echter Sympathieträger bei Bayer 04.

Bayern München ist wieder in der Spur. Keine so große Überraschung. Positiv überrascht bin ich dagegen von Darmstadt 98. Die sportliche Leitung zwischen Norbert Meier und dem Wuppertaler Holger Fach scheint zu funktionieren und liefert gute Arbeit ab, was in den vergangenen Spielen zu sehen war. Die Jungs sind ins Laufen gekommen.

Jetzt freue ich mich auf eine heiße Fußballwoche. Zunächst hoffe ich auf spannende Spiele im Pokal und dann auf ein tolles Derby zwischen Dortmund und Schalke.

Geschenktipp von Buschi

Bis Weihnachten ist ja noch ein bisschen Zeit. Aber ich habe jetzt schon einen tollen Geschenktipp für alle Leser. Ich habe mir neulich das neue Buch zum WSV gekauft und beim Frühschoppen in meiner Gaststätte am Eckbusch darin geblättert. Da sind tolle Bilder und spannende Geschichten drin. Ich habe das Buch unter die Lupe genommen und kann es nur empfehlen. Das wird unter manchem (Wuppertaler) Weihnachtsbaum liegen.