Die Fußballkolumne bei WZ-Sportplatz

30.01.2017

Buschis bunte Bananen

Michael Busch weiß, was im Fußball gespielt wird.

Nach einer langen Winterpause meldet sich WZ-Sportplatz-Kolumnist Michael Busch zurück. 

Gegen Fortuna ist es ein richtungsweisendes Spiel

Bald geht's wieder los. Ich freue mich auf den Start in die Regionalliga. Ich habe extra länger nichts von mir hören lassen, weil ich auf das außerordentlich wichtige Spiel des WSV gegen Fortuna Düsseldorf II gewartet habe. Über die Profiligen berichten genug andere Spezialisten, deswegen konzentriere ich mich erst einmal voll auf den WSV. Ich glaube, dass das ein richtungsweisendes Spiel wird. Fortuna wird alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen. Denn dann werden im Abstiegskampf für die Düsseldorfer die Karten neu gemischt.
Gewinnt der WSV, hat er wieder Tendenz nach oben. Danach kommt Rödinghausen, gegen die ich ebenfalls drei Punkte erwarte. Dann kann sich der WSV neue Ziele setzen. Das Thema Abstieg wäre erledigt und der Verein könnte eine höhere Tabelleposition anpeilen. Den Aufstieg machen die ersten Drei unter sich aus.
Ich bin gespannt, mit welcher Mannschaft die Fortuna auflaufen wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einige Leihgaben aus der ersten Mannschaft gibt. Aber es ist ganz einfach: Fortuna wird geschlagen, basta! Ich schaue mir das Spiel natürlich im Stadion an und nehme wieder meinen Stammplatz ein, rechts von der Pressetribüne.

10 000 Euro - das muss doch zu schaffen sein!

Positiv bewerte ich die Vertragsverlängerungen mit Trainer und Sportdirektor. Da hat der WSV frühzeitig Nägel mit Köpfen gemacht. Jetzt ist Kontinuität da. Die sportliche Leitung hat bislang einen guten Job gemacht. Ob Bölstler nun unbedingt als Sportdirektor auch Vorstandsmitglied sein muss, erschließt sich mir allerdings nicht ganz. Ich finde, ein Sportdirektor sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Gespannt bin ich auf die Neuzugänge des WSV. Es hätte eigentlich noch ein Knipser verpflichtet werden müssen. Aber die bekommt man natürlich nicht für Haselnüsse. Die Kasse ist leer. Womit wir beim Kernproblem des WSV sind. Das Konzept 2020 ist schön und gut. Aber eben nicht leicht umzusetzen. Aufsteigen wollen viele Mannschaften. Ich finde gut, dass der Verein diese Marschroute ausgibt. Allein, es feht der schnöde Mammon.  Der WSV muss alle Möglichkeiten auszunutzen, um an Kohle zu kommen. Die kann von großen Firmen kommen. Ich bin überzeugt, dass die in Wuppertal vorhanden sind. Das Potenzial ist da. Vielleicht muss man es von Vereinsseite her aber auch anders angehen. Wenn 50 Firmen jeweils 10 000 Euro geben würden, würde der WSV seinem Konzept näher kommen. 10 000 Euro - das muss doch zu schaffen sein!
Bis 2020 fließt noch viel Wasser die Wupper herunter. Jetzt müssen erst einmal die nächsten Hausaufgaben gemacht werden.