Spielinfos

Wuppertaler SV : Rot-Weiss Essen

Liga: Niederrheinpokal

Anstoss: Di - 28.03. 19:30 Uhr

Spieltag: 1. Spieltag

Ergebnis: 2 : 3

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2:3-Niederlage im Pokal-Halbfinale

28.03.2017

Der WSV kommt an Essen nicht vorbei (mit Bildergalerie und Video)

Essens späterer Torschütze zum 2:1, Timo Brauer, im Zweikampf mit WSV-Mittelstürmer Yordi Teijsse. Fotos: Andreas Fischer

Der WSV kommt an Essen im Pokal einfach nicht vorbei. In einem tollen Kampfspiel unterlag er am Dienstagabend im Halbfinale des Niederrheinpokals im mit 13 000 Zuschauern so gut wie seit Jahren nicht mehr gefüllten Stadion am Zoo mit 2:3 (0:0) und musste sich vom großen Traum Finale verabschieden. Innerhalb von acht Minuten in der zweiten Hälfte kassierte der WSV durch schwere Nachlässigkeiten in der Abwehr drei Gegentore und brachte sich so nach einer ansonsten gute Leistung um den Lohn.

Dass zwei Mannschaften auf Augenhöhe auf dem Platz standen, wurde von Beginn an deutlich. In gleicher Aufstellung wie vor zehn Tagen beim 1:0 gegen Dortmund erarbeitet sich der WSV ein leichtes Übergewicht. Die ganz großen Chancen waren allerdings nicht dabei, was einerseits an der ebenso leidenschaftlichen Essener Defensivarbeit lag, aber auch daran, dass oft der zweite Pass zu ungenau kam, oder man sich festlief.
Kurz vor der Pause noch einmal Hochstimmung auf den gut gefüllten WSV-Rängen. Mit einem feinen langen Ball fand Silvio Pagano seinen Freund Gatano Manno im Strafraum. Der wollte das Leder volley nehmen, traf es aber nicht richtig. Die Erkenntnis setzte sich durch, dass es ein langer Pokalabend werden konnte, denn mit offenem Visier spielten beide Teams noch nicht.

Das änderte sich nach der Pause, als Niklas Heidemann nach schöner Vorarbeit des starken Daniel Grebe das umjubelte 1:0 für den WSV erzielte (55.). Unfassbar allerdings, wie sich der WSV nur fünf Minuten später am eigenen Strafraum ausspielen ließ. Zentral aus zwölf Metern war Benjamin Baier anschließend so frei, das er in aller Ruhe Maß nehmen konnte, bevor er den Ball zum Ausgleich ins Netz jagte. Fast ebenso unbedrängt konnten innerhalb der nächsten acht Minuten auch Timo Brauer und erneut Baier nach WSV-Abwehrfehlern den Gast mit 3:1 in Front bringen.

Noch gab sich der WSV aber nicht geschlagen. Nach schöner Vorarbeit von Kevin Hagemann drückte Abwehrchef Peter Schmetz das Leder zum Anschlusstreffer über die Linie (77.). Doch Essen war danach dem vierten Tor näher, als der WSV dem Ausgleich. Auch die vierminütige Nachspielzeit brachte RWE über die Runden.

Trainerstimmen

WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen: "Glückwunsch an Essen zum Erfolg. Es lief eigentlich alles nach Plan. Wir waren griffig und giftig und sind in Führung gegangen. Dann passiert uns ein Fehler an der Mittellinie. Wir sind in zehn Minuten auseinandergebrochen. Das ist mir hier bislang auch noch nicht passiert, das muss ich erstmal analysieren. Wir wollten nach dem 1:1 sofort das 2:1 schießen. Wir sind nochmal zurückgekommen nach dem 2:3. Bei hohen Bällen hat Essen gute Qualität. Ich bedanke mich für den großen Zuspruch. Das gibt mir die Kraft weiterzumachen in der Meisterschaft. Es war insgesamt kein schöner Tag. Ercan Aydogmus hat einen schweren Knorpelschaden, muss wohl transplantiert werden. Seine Karriere dürfte wohl beendet sein. Trotzdem danke für die Unterstützung an die Zuschauer. Wir werden wieder aufstehen."

RWE-Trainer Sven Demandt
: "Wir sind froh und glücklick, weitergekommen zu sein. In der ersten Halbzeit gab es viele hohe Bälle und Freistöße. Nach der Führung für den WSV hat die Partie erst Fahrt aufgegenommen. Wir haben das super weggesteckt. Aufgrund der zweten Halbzeit war das auch verdient. Wir fahren froh nach Hause."