Endrunde am Samstag in der Rutenbeck

28.07.2016

GA-Pokal: WSV gegen CSC der Hit

WSV-Neuzugang Sercan Er könnte am Samstag gegen die ehemaligen Kollegen vom Cronenberger SC auflaufen. Foto: Andreas Fischer

Als der Cronenberger SC vor genau einem Jahr mit einem 4:2-Final-Erfolg über den FSV Vohwinkel den GA-Pokal erstmals nach sieben Jahren wieder auf die Südhöhen holte, da war das schon der Vorbote für eine anschließend starke Saison mit Uni-Hallen-Sieg und Oberliga-Aufstieg.

WSV setzt erstmals wieder Spieler aus der ersten Mannschaft ein

Ähnliches erhofft sich Trainer Markus Dönninghaus auch von der diesjährigen Auflage des Traditionswettbewerbs, der zum 57. Mal seit 1955 ausgetragen wird. Hochkarätiger konnte das Feld des Final-Four-Turniers, das am Samstag ab 13 Uhr im Bayer-Sportpark steigt, kaum sein, denn neben dem CSC ist erstmals seit Jahren auch der WSV wieder mit Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft dabei. Und weil es auch Landesliga-Aufsteiger FSV Vohwinkel wieder ins Final-Turnier geschafft hat, sind die aktuell großen Drei im Wuppertaler Fußball vertreten, dazu der ASV Mettmann als Außenseiter. Außenseiter deshalb, weil er mit seiner zweiten Mannschaft antreten wird, die allerdings gezeigt hat, was im Pokal möglich ist.
„Zweiter, Dritter, Vierter interessiert nicht, wenn man dabei ist, will man auch gewinnen“, sagt CSC-Coach Dönninghaus selbstbewusst, obwohl seine Mannschaft bereits im Halbfinale auf den WSV trifft.
Der wird  vermutlich Spieler aus dem Regionalliga-Kader einsetzen, die am Vorabend beim Liga-Auftakt gegen Viktoria Köln nicht gespielt haben. Dazu könnten wie im Viertelfinale bei Grün-Weiß vereinzelt auch wieder Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga kommen. „Cronenberg hat durchaus das Zeug, denen ein Spiel auf Augenhöhe zu liefern“, schätzt Marc Bach, Trainer des FSV Vohwinkel, der mit seiner Mannschaft unbedingt das anschließende Finale erreichen will. „Gegen wen, ist mir dann egal, ich mag sie beide“, sagt Bach.
Zum Finale hätten die Vohwinkeler den Vorteil, sich nach dem ersten Halbfinale länger ausruhen zu können, wobei im Prinzip alle Mannschaften die Möglichkeiten besitzen, Personal für zwei Partien auszutauschen.

ASV Mettmann – FSV Vohwinkel (13 Uhr)

Zunächst müssen die Vohwinkeler aber das Halbfinale überstehen. Dass man sich auch gegen einen Kreisligisten schwer tun kann, zeigte sich am Mittwoch im Test beim SV Bayer, wo der FSV zur Halbzeit mit 0:1 zurücklag und gegen den defensiv eingestellten Gegner zu wenig Laufbereitschaft zeigte. Erst nach der Pause und fünf Umstellungen wurde es besser. Lukas Merhof, Lukas Reinartz und Robin Rehmes trafen noch zum 3:1-Erfolg. Für Samstag erwartet Bach eine klare Steigerung. Verzichten muss er lediglich auf Benni Cansiz und Lukas Reinartz, die Dienst haben, sowie Hendrik Hoffmann (Bänderriss im Fußgelenk).
Gut fand Bach, dass ihn Mettmanns Cheftrainer Michael Kirschner persönlich angerufen und um Verständnis gebeten hatte, dass der Landesligist erneut nicht mit der Ersten antreten werde, weil die schon länger ein Testspiel gegen Oberligist Baumberg ausgemacht hat. Die Zweite habe sich verdient, nun auch das Finale zu spielen. „Meine Jungs freuen sich total, das ist gegen eine sehr gute Mannschaft ein Highlight für uns“, sagt deren Trainer Jörg Boris Hartmann. Ob vereinzelt Spieler aus dem Kader der Ersten mit in den Bayer-Sportpark geschickt werden, ist nicht ausgeschlossen. Verzichten müssen die Mettmanner auf Stefan Neumann, der seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Spiel gegen Sudberg absitzt. „Am wichtigsten ist, dass wir uns gegen den Favoriten gut aus der Affäre ziehen“, sagt Boris Hartmann.

Wuppertaler SV - Cronenberger SC (14.30 Uhr)

Es ist das vorweggenommene Endspiel, das um 14.30 Uhr im Bayer-Sportpark über die Bühne geht. „Egal, wen wir aufbieten, alle haben den Anspruch Regionalliga oder A-Jugend-Bundesliga zu spielen“, hatte WSV-Co-Trainer Adrian Alipour schon nach dem Viertelfinale im Höfen gesagt. Wer den WSV an der Linie vertreten wird, ist noch offen, denn die meisten Mitglieder des Trainerstabs werden zu Spielbeobachtungen in der Regionalliga ausschwärmen. „Auch wenn es zeitlich ungünstig ist, haben wir uns entschieden, den Pokal zu spielen, und dann ziehen wir das auch durch“, sagt Cheftrainer Stefan Vollmerhausen und findet es generell gut, dass der WSV sich auf diese Weise in der heimischen Fußballszene zeigt: „Ich selbst habe auf all diesen Plätzen auch schon gespielt.“

„Der WSV ist sicher Favorit, aber ich glaube schon, dass wir eine Chance haben“, sagt CSC-Co-Trainer Fasil Arafkas, der am Donnerstag den Stab wieder an den aus dem Urlaub zurückgekehrten Chefcoach Markus Dönninghaus übergab. Personell wird der CSC wohl wieder auf Martin Osei zurückgreifen können, der am Mittwoch im Test gegen Oberligist Ennepetal nach Verletzungspause wieder spielte. Mit ihm würde die Viererkette um Dustin Hähner, Jens Perne und den am Mittwoch wegen Rückenproblemen fehlenden Markus Becker noch stärker. Alternativen besitzt der CSC nun und hofft, dass insbesondere die Offensiv-Zugänge Marvin Mühlhause, Tarkan Türkmen, Emre Ercyes und Maksym Vlasyuk den guten Eindruck aus der Vorbereitung bestätigen. Ein Wiedersehen dürfte es mit dem zum WSV gewechselten Sercan Er geben.








Auch interessant

  • Vorbereitung auf die Restrunde ab Samstag
    WSV: Alle Verletzten sind zum Trainingsstart zurück
  • Mittelfeldspieler verletzt sich in Ennepetal
    WSV: Khadraoui fällt monatelang aus
  • Erster Einsatz für Makangu
    WSV gewinnt Testspiel gegen Ratingen
  • Aus- und Rückblicke beim Wuppertaler SV
    Manno: "Mit Rückkehrern nochmals angreifen"