Ex-WSV-Spieler wechselt nach Cronenberg

21.12.2017

Oberliga: CSC macht das Rennen um Leikauf

Davide Leikauf wechselt vom WSV zum CSC. Archivfoto

Auch nach seinem selbst bestimmten Abschied vom Wuppertaler SV wird Davide Leikauf nicht ohne ambitionierten Fußball sein.

Oberligist Cronenberger SC hat das Rennen um den 27 Jahre alten Vollblutfußballer und Allrounder gemacht. Am Freitag, 22. Dezember, wird Leikauf dort unterschreiben. „Ich hatte auch mit dem FSV Vohwinkel sehr gute Gespräche und die Anfrage von vier weiteren Oberligisten, drei vom Niederrhein und der TuS Ennepetal aus Westfalen“, sagte Leikauf der WZ. Für ihn seien aber letztlich nur die beiden Wuppertaler Klubs infrage gekommen, da mit Rücksicht auf seine junge Familie und den Beruf kurze Wege für ihn sehr wichtig seien. Die hohe zeitliche und mentale Belastung waren schließlich der Grund gewesen, warum er dem WSV nach fast zehn gemeinsamen Jahren schweren Herzens Lebewohl gesagt hatte.

Den Ausschlag für den Cronenberger SC habe letztlich ein Gespräch mit Trainer Peter Radojewski gegeben, der bereits beim WSV über viele Jahre sein Übungsleiter gewesen war und auch danach immer Kontakt gehalten hatte. Leikauf: „Zunächst hatte mich Vohwinkel sogar mehr gereizt, aber Peter Radojewski hat mich dann überzeugt, dass ich in seinen Planungen eine ganz zentrale Rolle spiele“, sagt Leikauf selbst. Nach einem Urlaub wird er erst nach dem Uni-Hallen-Turnier in der zweiten Januar-Woche bei seinem neuen Klub einsteigen. „Wir brauchten einen Spieler, der Erfahrung auf diesem Niveau hat, und die Mannschaft führen kann. Wir sind sicher, den mit Davide gefunden zu haben“, freute sich Dustin Hähner, Sportlicher Leiter des CSC, über den Coup. Ähnlich wie in der vergangenen Saison mit Lutz Radojewski, der im Winter verpflichtet wurde, soll mit Leikauf noch der Sprung von den Abstiegsplätzen und der Klassenerhalt gelingen.

Mit Alen Ruzic vom ASV Wuppertal (18 Bezirksliga-Tore) und Alexsandar Stanojevic, der vor der Saison vom TSV Ronsdorf zum Landesligisten FC Remscheid gewechselt war, für den bisher stattliche zwölf Tore erzielt hat, will der CSC auch im Sturm neue Impulse setzen. Bei Stanojevic und Ruzic müsse man sich erst noch mit den abgebenden Vereinen einigen, während der WSV Leikauf sofort frei gegeben hatte.

Die Verträge mit Robert Petkovic, der zurück nach Australien geht, dem Gehörlosen Benni Christ, dem man noch dabei helfen will einen neuen Verein zu finden, und Pascal Glittenberg wurden in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst. Für alle hätte sich die Anforderungen der Oberliga als noch zu hoch erwiesen, so Hähner. Angesichts der zwischenzeitlich herrschenden großen Personalnot hatten sie dennoch teilweise größere Spielanteile erhalten und dem Verein in schwieriger Situation geholfen.

Nun hofft man mehr Qualität zu haben, für die auch etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden musste. „Wir haben da einige Sponsoren dazu gewinnen können, die nur bereit waren, in namhafte Spieler zu investieren“, erläutert Hähner, wie das gelungen sei.

Mit Kabiru Mohammed, dessen Sperre Ende Dezember abläuft und der Rückkehr einiger verletzten Spieler, hat der CSC nun deutlich mehr personelle Möglichkeiten und hofft eine Aufholjagd starten zu können. Aufgrund der Blutauffrischung im Winter muss es kein Nachteil sein, dass die Cronenberger noch drei Nachholspiele zu bestreiten haben, das erste bereits am 10. Februar in Straelen. Die größten Hoffnungen ruhen dann sicher auf Davide Leikauf.

(von Günter Hiege)

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