Spielinfos

SC Düsseldorf-West : Wuppertaler SV

Liga: Niederrheinpokal

Anstoss: So - 20.11. 18:00 Uhr

Spieltag: 1. Spieltag

Ergebnis: 0 : 2

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Im Viertelfinale wartet am Sonntag der SC Düsseldorf West

17.11.2016

Pokal-Vorschau: WSV will den "Flingern-Fluch" besiegen

Peter Schmetz & Co. wollen die nächste Pokalhürde nehmen. Archivfoto

Die Pokalpartie gegen den SC Düsseldorf West hat für den Wuppertaler SV einen besonderen Stellenwert. Was sich aus dem Pokal entwickeln kann, hat der Regionalliga-Aufsteiger in diesem Sommer bereits erlebt, als er im Finale gegen Essen vor 17 000 Zuschauern im Stadion und Hunderttausenden bei Fernseh-Live-Einblendungen spielen durfte.

WSV will sich um im Siegfall für Finalaustragung bewerben

Auch wenn es am Sonntag, zur ungemütlichen (Totensonntag-) Anstoßzeit um 18 Uhr am Flinger Broich in Düsseldorf noch wenig Ehre und kein Geld zu verdienen gibt, macht Sportdirektor Manuel Bölstler keinen Hehl daraus, dass ein Erfolg in dieser Partie für den WSV enorm wichtig ist. Schon im Halbfinale könnte es lukrativ werden, denn dort steht schon Drittligist MSV Duisburg. RWO oder RWE sind ebenfalls mögliche Gegner, wenn sie ihre Viertelfinalaufgaben lösen.

Dass der WSV als Favorit in die Partie geht, ist keine Frage, Nachlässigkeiten will Trainer Stefan Vollmerhausen aber nicht dulden. „Wir gehen das an wie ein Meisterschaftsspiel und werden die zu diesem Zeitpunkt stärkste Aufstellung aufbieten“, verspricht er.

Ein wenig im Hinterkopf sind da noch die beiden überraschenden Niederlagen gegen der SC West, der in der vergangenen Saison die einzige Mannschaft war, die den WSV zweimal bezwingen konnte.

„Natürlich haben die Videos vom 0:2 im April am Flinger Broich in der Vorbereitung eine Rolle gespielt“, sagt Vollmerhausen. Vergleichbar sei das allerdings nur bedingt. „Bei allem Respekt vor dem SC West, wir haben inzwischen eine ganz andere Qualität.“

In der Tat stehen aus dem damaligen WSV-Aufgebot nur Sebastian Wickl, Peter Schmetz und Daniel Grebe (litt unter der Woche an einem Magen-Darm-Infekt) aktuell in den Regionalliga-Startformationen. Ercan Aydogmus ist nach seiner Gürtelrose weiter krankgeschrieben.

Kapitän Gaetano Manno hatte beim 0:2 im April gefehlt und will von einem möglichen „Fluch vom Flinger Broich“, wo der WSV mit seiner ersten Mannschaft seit Jahren nicht gewonnen hat“, nichts wissen. „Ich persönlich habe da noch nie verloren.“ Für Stefan Vollmerhausen erübrigt sich eine solche Diskussion spätestens nach dem 2:2 gegen Fortuna Düsseldorfs U 23 am Anfang dieser Saison. Dass der Punkt damals glücklich war, ließ er unerwähnt.

Für den Oberliga-Siebten SC West dürften die zwei jüngsten Siege gegen den WSV und der Heimvorteil dennoch Motivationshilfe sein. „Außerdem haben wir in dieser Saison vor allem gegen die Mannschaften, die in der Tabelle über uns stehen, gut ausgesehen“, sagt SC-West-Geschäftsführer Frank Weyrich. Er verweist auf das 0:0 gegen die SSVg Velbert und den 3:0-Erfolg in Schonnebeck. Dem WSV mag das als Warnung dienen, damit die Pokalträume nicht am Flinger Broich platzen. „Vorausgesetzt wir gewinnen, werden wir die Bewerbung für die Austragung des Pokalfinales abgeben“, kündigte Manuel Bölstler schon mal an.

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WSV-News

Niederrheinpokal Drittligist MSV Duisburg hat das Halbfinale durch einen 6:1-Erfolg bei TuRU Düsseldorf bereits erreicht. Weitere Viertelfinalspiele sind: SpVgg Schonnebeck – Rot-Weiss Essen (Mittwoch, 30. November). VfB Hilden – Rot-Weiß Oberhausen (30. November, 19.30 Uhr).

Verträge Der Vertrag mit Lukas Fedler steht kurz vor der Auflösung. „Lukas hatte am Montag ein Gespräch mit dem Vorstand, bei dem es eine Einigung gegeben hat “, sagte Manuel Bölstler. Felder liege ein entsprechendes Dokument jetzt zur Unterschrift vor. Unabhängig davon sei der WSV auf weitere Spieler zugegangen, die bisher wenig gespielt hätten, ob eine Vertragsauflösung im Winter nicht sinnvoll wäre. Namen nannte Bölstler nicht: „Wir tragen eine Verantwortung, gerade jungen Spielern gegenüber.“ Für deren Entwicklung könne es unter Umständen besser sein, andernorts Spielpraxis zu sammeln. „Wenn sie aus unserem Stall kommen, werden wir sie aber nie aus den Augen verlieren“, versprach er. Bölstler geht von drei Spielern aus, die wechseln könnten, gedrängt werde aber niemand.

Fantalk Trainer und Sportdirektor stellen sich am Samstag, 19. November, um 15.30 Uhr zum Fantalk im WSV-Fan-Shop in der Rathaus-Galerie den Fragen der Fans. Livebilder davon gibt es im Facebookauftritt der Westdeutschen Zeitung


Vorbericht aus Düsseldorfer Sicht

Am Ewigkeitssonntag bastelt der SC West an einem Meilenstein in der Vereinshistorie. Mit einem Sieg über den Wuppertaler SV würde sich der Fußball-Oberligist zum ersten Mal bis in das Halbfinale des Niederrheinpokals durchspielen. „Das wäre sicherlich der bisherige Höhepunkt unseres Vereins“, sagt Marcus John vor der aus Sicherheitsgründen ins Paul-Janes-Stadion verlegten Partie gegen den Regionalliga-Aufsteiger. Weiter wollen sie in Oberkassel noch gar nicht denken. Dass im Falle eines Erfolgs über den WSV die erste Hauptrunde des DFB-Pokals unter Umständen nur noch einen weiteren Sieg entfernt ist, spricht beim SC West noch niemand aus. Zu groß ist auch der Respekt vor dem kommenden Gegner, der sich nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer noch einmal erheblich verstärkt hat und mit dem verbesserten Kader in der Regionalliga nicht überraschend eine sehr gute Rolle spielt. „Wir sind am Sonntag definitiv die Mannschaft, die nichts zu verlieren hat“, sagt Marcus John. Was zudem für den Außenseiter spricht: Er weiß, wie man den WSV schlagen kann. In der vergangenen Spielzeit gingen beide Oberliga-Duelle an den SC West, der nun allerdings auf den immer noch angeschlagenen Torjäger Simon Deuß verzichten muss. „Das ist für uns ein herber Verlust, denn Simon und Shunya Hashimoto sind die einzigen Spieler, die bei uns vorne regelmäßig für Tore gut sind.“ So ruhen die Hoffnungen auf entscheidende Tore vor allem auf den Schultern des inzwischen begehrten Japaners, der mindestens noch bis zum Saisonende beim SC West bleibt. Was danach passiert, ist derzeit noch offen. Ein Sieg unter Flutlicht (Anstoß: 18 Uhr!) über Wuppertal wäre sicherlich ein weiteres Argument, den 21-Jährigen von einem Verbleib an der Schorlemerstraße zu überzeugen, auch wenn der Halbfinaleinzug aufgrund der hohen Kosten für das Sicherheitspersonal und der mit dem WSV zu teilenden Einnahmen aus finanzieller Sicht noch keine neuen Spielräume eröffnen dürfte.