Spielinfos

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Liga: Kreisliga C2

Anstoss: Mi - 23.09. 19:30 Uhr

Spieltag: 8. Spieltag

Ergebnis: 0 : 3

Schiedsrichter: Guido Beckort

Platz / Ort: Am Mallack

Zuschauer: 20

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Kreisliga C2 | Teammanagerbericht TSV Union Wuppertal II

25.09.2015

Union II schlägt zurück

"Angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten Boxer" wusste schon Abwehrphilosoph Andreas Stern und schickte damit eine gut gemeinte Warnung an die nächsten Gegner, nachdem Unions Zweite zuletzt drei Spiele hintereinander verloren hatte.

Nachdem der TSV mit 6 Punkten aus drei Spielen ganz ordentlich in die Saison gestartet war, folgte an den Spieltagen 4,5 und 6 ein eklatanter Leistungseinbruch. Die schwachen bis desaströsen Leistungen der gesamten Mannschaft wurden mit drei Niederlagen bestraft. Die Niederlagen (4:2 gg. Siepen, 5:1 gg.Wülfrath und 2:1 gg. Mettmann) fielen dabei nicht im Ansatz so hoch aus, wie sie hätten ausfallen müssen. Gerade das Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten FC Mettmann 08 verlief so einseitig, dass man sogar das WM-Halbfinale in und gegen Brasilien als noch knapper bezeichnen konnte. Nur die schwache Chancenverwertung des FCM lies das Ergebnis spannend wirken.
So kam nun das Spiel gegen BW Langenberg II für die Mannen vom Hardenberg gerade recht, denn es galt die schwachen Auftritte vergessen zu machen und sich mit einem Sieg wieder etwas Selbstbewusstsein aufzubauen. Wusste man doch, dass Langenberg ein schlagbarer Gegner ist, der schon in der Saisonvorbereitung bezwungen werden konnte.
Durch die schwachen Leistungen und die vielen Verletzten (u.a. Bartsch, Andric, Mühlbauer, Hillger, Werner) rechnete sich der Gast aus Langenberg Chancen auf einen oder drei Punkte aus. Doch die Heimmannschaft sollte etwas dagegen haben und sich philiophische Weisung Sterns als richtig erweisen.
In einem neuen taktischen Korsett, 3-4-3 statt dem 4-4-2, machten die Unioner von Beginn an Druck auf das Gehäuse der Langenberger. Doch es sollte bis zur 39. Minute dauern bis Union zum ersten Mal jubeln durfte. Nelson Usain Quaschie ersprintete an der Torauslinie einen schon verlorenen geglaubten Ball, spitzelte ihn mit der Hacke auf Klein zurück. Der routinierte Spielgestalter sah den mitgelaufenen Santamaria, der freistehend den Ball aus 5 Meter nur noch über die Linie drücken musste.
Apropos Santamaria. Stürmer Santamaria sollte sich in diesem Spiel zu einem schlimmeren Chancentod aufschwingen, als es Mario Gomez zu seinen schlechtesten Zeiten jemals war. Alleine sieben hochkarätige Chancen ließ temperamentvolle Juventusfan liegen. Als Grund dafür machte Hobbypsychologe Tobias Tetzlaff nachdem Spiel den schlechten Saisonstart Turins aus.
Doch Santamaria war nicht der einzige der seine Chancen nicht nutzte. Die gesamte Offensivabteilung schaffte es lange Zeit nicht den gegnerischen Keeper zu überwinden. Als Adam Wosch zum Foulelfmeter, den er selbst rausgeholt hatte, antrat erinnerte sich dieser an seine bayrischen Vorbilder und scheiterte vom Elfmeterpunkt. Es brauchte bis zur 77. Minute bis Union den Deckel auf die Partie machte. Mit der Cleverness und der Routine aus seinen langjährigen Kreisligaschlachten war es Dominik Walther der für die Vorentscheidung sorgte und den Blutdruck des Trainerteams wieder in etwas gesündere Bahnen brachte.
Mit dem Schwung aus diesem Sieg ging es am Mittwochabend direkt zum nächsten Spiel. Zum Flutlichtspiel am Mallack ging es gegen den Tabellenletzten vom SF Wuppertal III.
Die Tabellensituation und auch der eigene Anspruch der Unioner machte deutlich, dass für den TSV nur ein Sieg das Ziel sein konnte. Im erfolgreichen 3-4-3 wurde auch dieses Spiel angegangen und das Trainerteam Limberg-Tetzlaff nahm die Möglichkeit zur Rotation war. So rückten Hennig, Munser (in seinem letzten Spiel für Union), Marivnoc, Vormann in die erste Elf auf.
Wie erwartet nahm Union von Anfang an das Heft des Handelns in die Hand und versuchte das Spiel zu dominieren. Die Spuren der Niederlagenserie und der Rotation waren noch in den vielzähligen Abspielfehlern und Abstimmungsproblemen erkennen, nichtsdestotrotz ließ Union zu keinem Zeitpunkt des Spiels Zweifel aufkommen, dass sie als Sieger vom Platz gehen werden.
Denn im Gegensatz zum Sonntag nutzte man dieses Mal eine der Gelegenheiten zur Führung. Vormann, vom kroatischen Turm Marinovic angespielt, nutze seine Schnelligkeit aus, entwischte seinem Gegenspieler und schloss ins lange Eck ab. Mit dieser Gewissheit im Rücken, sollten die Unioner etwas ruhiger und befreiter aufspielen, was bei geschätzten 87,65% Ballbesitz doch nur teilweise gelang. So kam man zwar noch zu vereinzelten Chancen doch ein zweites Tor gelang nicht. Selbst Zlatan Munser vergab seine Großchance, der schien mit dem Kopf wohl bereits in Münster, wo er das ansässige Preußen beim Aufstiegskampf ab sofort unterstützen wird.
Zur zweiten Halbzeit kam dann mit Walther für Marinovic nocheinmal Erfahrung und Cleverness ins Sturmzentrum, doch ersteinmal soltle dies nichts am Spielstand ändern. Das es allerdings im Wuppertaler Regen nicht spannend werden sollte lag sowohl an der Defensive als auch an der mangelnden Torgefahr des Gegners. So musste Marcel-Roman Irmscher nur einmal eingreifen, als ein Freistoß auf sein Tor gesegelt kam, den man allerdings nicht als wirklich gefährlich bezeichnen kann. So sollte ihn mit dem zweiten zu Null Spiel in Folge ein Novum in dieser Saison gelingen.
Nach weiteren Wechseln, A.Wosch für Tetzlaff und Quaschie für Munser, war es dann wieder Tobias "Torero" Vormann der in der 71. Minute zum 2:0 traf. Nach einem Flankenlauf von Wied, rutschte sein Pass in die Mitte bis zum zweiten Pfosten durch an dem Vormann im Stile eines Torjägers lauerte und nur noch den Fuß reinhalten musste.
Doch diesmal war das 2:0 nicht der Endstand denn Union drückte weiter aufs gegnerische Gehäuse. Doch mit der Chancenverwertung ging man weiter so fahrlässig um, wie sonst nur so manch einer bei der Wahl der "Tanzpartnerin" bei der freitäglichen After-Trainingseinheit im Kitchen-Klub. In der 77.Minute hatte Kevin "Eisenfuß" Porschke dann entgültig genug davon und schweißte einen Freistoß so hart ins Kreuzeck, dass man Mitleid mit dem Tornetz bekommen konnte. Mit diesem 3:0 sollte das Spiel auch zu Ende gehen, denn Walther gelang noch das Kunststück den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbei zu schieben.
Am Sonntag hat Unions Zweitvertretung spielfrei. Doch man trifft sich am heutigen Freitag zur gemeinsamen Videoanalyse der kommenden Gegner, will man dochdie Siegesserie fortsetzen in 10 Tagen beim Gastspiel beim Langenberger SV.