Teammanagerbericht: United Wuppertal

Autor: Florian Lanzmich

14.02.2016

Traditionsduell erneut mit starker Schlussphase

Privatliga | Teammanagerbericht United Wuppertal

8 Siege in Folge unterstreichen die tolle Form von United Wuppertal


Bestes Wuppertaler Wetter bestimmte die letzten Tage und ging auch am neuen Zuhause der Privatliga nicht spurlos vorbei. Der Friedrichsberg hielt zwar stand, wo andere Plätze längst nicht mehr bespielbar sind, trotzdem war das Geläuf schwer und tief.
Die Begegnung gegen den VEB Lok. Barmen musste leider ohne Schiedsrichter ausgetragen werden - aber das war in der Vergangenheit schon nie ein Problem bei diesem Match und sollte auch diesmal keines werden.
Die Bilanz zwischen beiden Teams ist ziemlich ausgeglichen und so gingen auch beide Mannschaften in das Spiel: Viele Zweikämpfe, viele Fehlpässe aber so gut wie keine Fouls oder Diskussionen.
Leider war es die Lokomotive, die in der 17. Minute einen ihrer zahlreichen Angriffe vors Tor und schließlich auch ins Netz bringen konnte. Der starke Gasttorwart David blieb ohne Chance. Bei diesem Spielstand blieb es dann bis zu Halbzeit. Der VEB war bis dahin gefühlt mit zwei Mann mehr auf dem Platz. In der Defensive gut gestaffelt und in der Offensive mit viel Druck ließ die alte Dame wenig Raum für Gegenangriffe.

Die Halbzeitpause bei United war durch Ratlosigkeit geprägt. Eigentlich war die Aufstellung gar nicht übel und individuelle Fehler waren auch kein Problem. Trotzdem fand man heute keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Die einzige Ansage: Kopf hoch und auf die eigene Stärke im späteren Spiel vertrauen. Seit wann ist ein 0:1 Rückstand in der Privatliga nicht mehr aufzuholen?

Halbzeit zwei: Insgesamt 4 Mal Aluminium, mehrere Ecken und endlich gefährlichere Angriffe. In diesem Durchgang hatte die Defensive der Barmer mit der schlechteren Hälfte des Platzes zu kämpfen Trotzdem blieb der Torerfolg aus. Es fühlte sich an, als sollte es heute einfach nicht sein.
Zehn Minuten vor Schluss dann noch einmal umstellen: Dreierkette in der Abwehr, noch ein Stürmer rein und alles auf Angriff. Und tatsächlich ging die Idee auf: Die letzten Kraftreserven wurden mobilisiert und das Spielgeschehen verlagerte sich immer mehr richtig Tor des VEB-Keepers. Dann die Erlösung: Strammer Schuss von Stefan an den rechten Pfosten, den Abpraller kriegt der Torwart nicht zu fassen und Martin ist zur Stelle und schiebt ein (81.). Großer Jubel und die berühmte zweite Luft waren die Folge! Nur zwei Minuten später schaltet Stürmer Wicke am schnellsten und bekommt knapp vor dem Keeper den Fuß ab den Ball: 2:1 (83.)
Doch VEB Lok. Barmen wollte die Punkte natürlich nicht hergeben und warf jetzt immer öfter immer mehr Spieler nach vorne. Alle elf Mann rückten bis zur Mittellinie vor und brachten den Ball noch ein paar Mal vor das Tor des äußerst suveränen Torhüters David. Stefan machte dann den sprichwörtlichen Deckel drauf, als er in der 90. Minute nach einem schnellen Konter von Marek in Szene gesetzt wurde. 3:1 Endstand. Auch die Nachspielzeit brachte keine weiteren gefährlichen Szenen ein.
Nach der 1:5 Niederlage im Hinspiel glückte also die Revanche und hält United Wuppertal weiter auf Tuchfühlung zu Rang zwei. Um diesen Platz geht es am kommenden Samstag im direkten Duell gegen die Bergischen Löwen, die mit zwei Punkten Vorsprung auf Rang zwei der Tabelle stehen.

Abschließend noch Gute Besserung an Mark Dasberg vom 1. FC Katernberg, der sich heute durch einen unglücklichen Zusammenprall vermutlich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen hat! Komm schnell wieder auf die Beine!

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